Zoologisches Stichwort

Seepferdchen

Seepferdchen

Die Seepferdchen (Hippocampus) sind Fische aus der Ordnung der Gasterosteiformes (Stichlingsfische), zu der auch die Seenadeln, die Schepfenfische und ähnliche Arten gehören, die mit dem üblichen Fischtypus äußerlich wenig gemein haben.

Seepferdchen besitzen einen langgestreckten Körper mit abgewinkeltem Kopf, gedrungenem Rumpf und sich verjüngendem Schwanz. Rumpf und Schwanz sind von knöchernen Hautschildern, der Kopf ist von Knochenplättchen bedeckt. Rücken- und Brustflossen sind vorhanden, aber Bauch- und Schwanzflossen fehlen. Der Schwanz ist zu einem Greifwerkzeug ausgebildet, den das Tier einrollen kann, um sich an Pflanzen oder Korallen festzuhalten.

Seepferdchen

Die Tiere sind in vielen gut temperierten Meeren verbreitet. Im Mittelmeer trifft man die Kurzschnäuzigen Seepferdchen (Hippocampus hippocampus), im Mittelmeer und Schwarzen Meer die Langschnäuzigen Seepferdchen (Hippocampus guttulatus). Beide kommen spärlich auch an der westeuropäischen Atlantikküste vor. Außer diesen Arten, die bis zu 16 cm lang werden, findet man im indopazifischen Raum das Kronen-Seepferdchen (Hippocampus kuda), das bis zu 30 Zentimeter mißt, und im Karibischen Meer das Zwergseepferdchen (Hippocampus zosterae), das vier Zentimeter lang wird.

Seepferdchen ernähren sich von kleinen Krebsen und Schwebeorganismen (Plankton). Die Brutpflege wird vom Männchen übernommen, das dafür am Schwanz mit einer Bruttasche ausgestattet ist.