Die römische Post fand ihn nützlich

Seine Verwendung als Last- und Reittier blieb unverändert. Sogar im Militärdienst fand er Verwendung.

Esel
Esel

Als der Perserkönig Xerxes Griechenland angriff, führte er den Tross auf Eseln mit sich. Auch das römische Postwesen konnte auf die Paketbeförderung durch Esel nicht verzichten.

Darüber hinaus hielt der Esel seinen Einzug in die Gebiete der Medizin, Gastronomie und Kosmetik. Es ist erstaunlich, wie viele Verwendungsmöglichkeiten der berühmte Arzt Galen für Eselsmilch, Eselsblut, Eselsfett und das Horn der Eselshufe entdeckte. Aus der Geschichte ist die Anekdote bekannt, Poppaea Sabina, die Gemahlin des grausamen Kaisers Nero, habe sich eine Herde von 500 Eselinnen gehalten, um täglich in Eselsmilch zu baden. Das erscheint uns als der Gipfel der Verschwendungssucht. Doch sollten wir nicht vergessen, dass erst die moderne Chemie erlaubt, auf billigere Weise Pickel zu bekämpfen.

Feinschmecker schätzen seine Wurst

Eselsfleisch wurde von Griechen und Römern gern gegessen. Das Bauchstück sah man als Leckerbissen an. Noch heute kann sich der Spanien- und Italienurlauber an Ort und Stelle ein Urteil bilden über die Schmackhaftigkeit von Cervelat- und Salamiwürsten, die - sofern sie echt sind - aus Eselsfleisch hergestellt werden.