Gefährliche Geburt

Gazelle

Hier sehen Sie Bilder von der Gazellengeburt, die im Text beschrieben wird. Gazellen sind in dieser Situation natürlich noch gefährdeter als sonst; deshalb suchen sie sich ihre Kinderstube sehr sorgfältig aus.

Die Zahl ihrer Feinde ist groß. Vor allem der Gepard hat es auf die Thomsongazellen abgesehen. Bei Untersuchungen in Kenia und Tansania zeigte sich, daß sechzig von hundert Opfern der Geparden Thomsongazellen waren.

Gazelle

Auch Löwen stellen ihnen nach. Sie stürzen sich mit Vorliebe auf die Böcke, die einzeln oder in kleinen Gruppen herumziehen.

Alleinstehende Tiere sind überhaupt am meisten gefährdet. Abgeschlagene Böcke, die dies genau wissen, suchen deshalb immer wieder Anschluß. Wenn sie keine Herde von Thomsongazellen finden, die sie aufnimmt, schließen sie sich auch den kleinen Herden der Grant-Gazelle an. Die ähneln den Thomsongazellen, doch betrachtet der Grant-Bock den Thommy-Bock nicht als Fremdling und vertreibt ihn daher nicht.

Gazelle

Auch die Hyänenhunde leben vorwiegend von den Thomsongazellen. Sie sind für die Gazellen besonders gefährlich, da sie im Rudel jagen und ihr Wild nach beinahe strategischen Regeln von mehreren Seiten gleichzeitig angreifen.

Gazelle

Vor Hyänenhunden (die nur Ähnlichkeit mit der Hyäne haben, aber nicht verwandt mit ihr sind) fürchten sich die Thomsongazellen weil mehr als vor den großen Raubkatzen. Man kann erleben, daß eine Gazellenherde in der Nähe einer Löwengruppe grast. Sobald jedoch Hyänenhunde an der Grenze des Reviers auftauchen, ziehen die Gazellen sofort ab. Schon der Ruf eines Hyänenhundes kann sie vertreiben.

Übrigens besteht keine Gefahr, daß durch Raubtiere der Bestand der Thomsongazelle in Ostafrika ernsthaft gefährdet wird. Die Thommies gehören zu den Tieren, die dort am häufigsten sind. Allein in der Serengeti schätzt man ihre Zahl auf über eine halbe Million.