Eine Heuschrecke fährt aus der Haut

Der Häutungsprozeß bei einer Insektenlarve ist ein äußerst komplizierter Prozeß. Hier wird er Ihnen - am Beispiel einer Laubheuschrecke - Schritt für Schritt im Bild vorgeführt.

Laubheuschrecke

Insekten machen in ihrem Leben manche Verwandlung durch. Besonders frappierend ist das bei Schmetterlingen: Aus einem Ei schlüpft eine Raupe, aus der Raupe wird eine Puppe, aus der Puppe schlüpft ein Falter.

Bei der Laubheuschrecke, um die es hier geht, ist die Verwandlung nicht so spektakulär. Auch die Larve - die wir Ihnen oben vorstellen - zeigt schon viel Ähnlichkeit mit dem fertigen Tier. Die Hügel allerdings fehlen aber nur scheinbar. In Wirklichkeit sind sie unter der äußeren Haut verborgen, die unsere Heuschrecke gleich abstoßen wird, sobald Sie umblättern.

Die Larven von Laubheuschrecken häuten sich oft, fünf- bis zehnmal und öfter, weil die äußere Hülle sonst das Wachstum behindern würde. Hier bei unseren Bildern geht es um die letzte Larvenhäutung: Um den Ubergang zum fertigen Tier.

Das Bild oben zeigt die Laubheuschrecke, kurz vor der Häutung, in erstaunlicher Haltung:

Kopfunter hängt die Larve da.

Warum? Ganz einfach: Sie will die natürliche Schwerkraft nutzen, um kopfüber aus der Haut zu fahren.