Neigung zur Gefräßigkeit

Worin sich alle, auch die Wohlwollendsten, einig sind: Möpse neigen zur Gefräßigkeit, verfetten leicht und sind dann träge. Wenn Bella deutliche Charakterschwächen hat, sind es Naschsucht und Vielfresserei.

Mops

Ihre liebsten Geräusche sind Tellerklappern und das Klicken der Kühlschranktür, was sie aus tiefstem Schlaf emporfahren läßt.

Es ist ein Ammenmärchen, Hündinnen "müßten" Nachwuchs haben und Rüden "müßten" Nachwuchs zeugen, um gesund und munter zu bleiben. Mopsgeburten sind nicht einfach. Diese Hunde gehören zu einer verzwergten Rasse. Das heißt, daß die Welpen nicht im gleichen Maß kleiner sind wie das auf Zwergenwuchs gezüchtete Muttertier. Es ist wie bei menschlichen Liliputanern, die ja auch normalgroße Babies bekommen. Dann haben die Mopswelpen auch noch besonders dicke Köpfe. Daher ist relativ oft ein Kaiserschnitt nötig. Möpse können - wie die anderen Kurznasen - ihre Kleinen auch oft nicht richtig abnabeln. Da muß der Mensch eingreifen, die Welpen von der Fruchtblase befreien (jedes Hundebaby wird ja in einer besonderen Hülle geliefert) und sie mit Nähseide abnabeln. Wenn die Geburt glücklich geschafft ist, besteht immer noch die Gefahr, daß das Muttertier an einer Tetanie eingeht, denn eine Kleinhündin verausgabt ihren Körper ungleich mehr als eine Normalhündin. Kurz: Es ist besser, die Hundezucht den Züchtern zu überlassen.

Merkwürdig, mit welchen Vorurteilen man rechnen muß. Bella wird wegen ihres Aussehens oft verlacht und verspottet. Bezeichnend ist ein Erlebnis, das Iris Knopp, die Besitzerin eines Mopszwingers, hatte. Sie stellte Mops und Japan-Chin gemeinsam, aber in gesonderten Käfigen aus, vertauschte jedoch absichtlich die Namensschilder. Das Publikum betrachtete den Chin, und dann ging es los: "Nein, dieser ekelhafte, fette Mops! So etwas Häßliches!" Den Mops im Chinkäfig fand man "wunderschön, allerliebst, so richtig was zum Liebhaben".

Das kleine Experiment zeigt, daß viele gar nicht wissen, wie ein Mops aussieht. Sie finden bloß widerlich, was so heißt.