Vögel
Die Vögel (Aves) (von althochdeutsch: fogal zu: fliegen) bilden neben den Amphibien (Amphibia), Reptilien (Reptilia) und Säugetieren (Mammalia) eine Klasse von Landwirbeltieren (Tetrapoda).
Die Wissenschaft von den Vögeln ist die Ornithologie. Die Vögel leben auf allen Kontinenten; bislang sind rund 9.800 Vogelarten bekannt. Diese Zahl ist jedoch umstritten: manche Ornitholgen sind der Auffassung, dass die tatsächliche Artenzahl weit darüber liegen könnte.
Quelle: Wikipedia
Amsel
- Nur die Männchen haben Grund zum Singen
- Das Lied der Amsel klingt uns so melodiös, so friedvoll und sympathisch. Aber eigentlich ist's eine Warnung an Rivalen.
- Nur das Weibchen brütet
- Amseln waren die ersten Vögel, die in unserem neuen Garten brüteten. Es ist immer nur ein Pärchen, das in jedem Jahr das ganze Grundstück als seinen Lebensraum beansprucht. Das Männchen tut dies seinen Artgenossen durch Gesang immer wieder kund.
- Amsel und Wurm
- Auch diese Tätigkeit wirkt auf den Zuschauer belustigend. Wenn es sich um einen kleinen Wurm handelt, hat das Tauziehen ja bald ein Ende. Bei einem großen Wurm aber muß sich der Vogel anstrengen.
- Zoologisches Stichwort
- Die Amsel (Turdus merula) gehört zur Unterfamilie Drosseln (Turdinae) in der Familie Sänger (Muscicapidae). Diese wiederum wird in die Ordnung Sperlingsvögel (Passeriformes) eingeordnet.
Geier
- Mahlzeit!
- Vieles an den Geiern ist bemerkenswert. Nicht so sehr die Tatsache, daß sie vom Aas leben. Das tun viele Menschen auch. Sondern beispielsweise ihre Freßgewohnheiten, ihre Rangordnung bei Tisch - ein unerschöpfliches Thema für die Verhaltensforscher.
- Altwelt-Geier haben keine gute Nase
- Wenn man ein solches Schauspiel beobachtet, so stellt sich natürlich die Frage, wie wohl die Geier ein Aas finden.
- Ihre Augen sind hervorragend
- Beobachtungen ergaben, daß ein Kadaver auch ohne andere Aasfresser gefunden wird, wenn die Lagerungsweise des Körpers erkennen läßt, daß er tot ist.
- Wer den größten Hunger hat
- Bei einer am Kadaver versammelten Geiergesellschaft hat man zunächst den Eindruck, als handle es sich bei den häufigen Streitereien und Prügeleien lediglich um ein unkoordiniertes Kämpfen um das Futter.
- Wechselnde Rangfolge macht satt
- Welche wichtige Rolle der Hunger bei der Rangfolge am Aas spielt, kann man häufig sehr schön zu Beginn der Geiermahlzeit beobachten.
- Sie nahmen sie sich der Verstorbenen an
- Die Leichenbestattung durch Geier kam in der Antike anscheinend auch gebietsweise in Europa vor. Ausgrabungen in Anatolien ergaben, daß dort vor 8000 Jahren Leichen ausgelegt wurden, damit Geier die Skelette vom Fleisch reinigen sollten.
- Die Knochenbrecher
- Es gibt auch einige Geierarten, die kleinere Wirbeltiere erbeuten. Es sind dies vor allem Mönchs-, Ohren- und Wollkopfgeier (Trigonoceps occipitalis). Sie schlagen Tiere bis etwa zur Kaninchengröße, ohne dabei auf größere Tierkadaver verzichten zu können.
- Alle europäischen Geier sind gefährdet
- In vielen Ländern werden die Lebensbedingungen für Geier immer schlechter. Totes Vieh wird beseitigt, und in der freien Landschaft werden Giftköder zur Bekämpfung von Füchsen und Wölfen ausgelegt. Auf diese Weise wurden Geier gebietsweise stark dezimiert.
- Zoologisches Stichwort
- Geier ist ein Name für überwiegend oder ausschließlich aasfressende große Greifvogelarten. Kopf und Hals sind meist spärlich befiedert oder nackt. Sie alle sind gute Segelflieger.
Hausgans
- Dumme Gänse gibts gar nicht
- Die Gans ist neben dem Hund das älteste Haustier der Welt. Unter den zahlreichen Abbildungen von Gänsen bei den alten Ägyptern gibt es eine unübertrefflich realistische Darstellung von Hausgänsen, die am Teich stehen - aus der 4. Dynastie, um 2550 v. Chr.
- Hausgans - Das Lieblingstier der Aphrodite
- Im klassischen Griechenland ist nicht oft von Gänsen die Rede. Daß die Gans der Göttin Aphrodite geweiht war, ist wohl asiatischem Einfluß zu verdanken. Als Symbol der Gattentreue und der ehelichen Liebe wird sie auf Grabsteinen abgebildet.
- Gänsefüße und Gänsehaut
- Da die Gans - für uns heute ganz unverständlich - mythologisch mit der Liebe in Verbindung gebracht wurde, galten ihre medizinischen Eigenschaften auf aphrodisischem Gebiet wohl als sehr wirkungsvoll.
- Hausgänse sind wachsam
- Das Gänse-Image ist schlecht. Sofern sie nicht knusprig gebräunt vor hungrigen Essern liegen, werden sie unentwegt herabgewürdigt.
- Gänse kann man streicheln
- Die ständige Ausrottung immer neuer Gänsegenerationen durch hungrige Leute bewirkt natürlich, daß nur allzu selten eine Gans jenen Grad an Weisheit erlangen kann, den auch der Mensch nur im Verlauf vieler Jahre erwirbt.
- Im Alter werden sie oft aggressiv
- Einem Ganter, der nach einigen Jahren munterer Liebesakte impotent wurde und die Eier seiner Damen nicht länger befruchten konnte, widerfuhr eine Charakterumwandlung: Er wurde aggressiv.
- Der pfarreische Ganter
- Gans Bertha war in Wirklichkeit ein Ganter. Wie das bei Gänsen so ist, sah man ihr das nicht an.
- Zoologisches Stichwort
- Die Hausgans stammt von der Graugans (Anser anser) ab. Wie die Wildform gehört sie zur Familie Entenvögel (Anatidae) in der Ordnung Gänseartige (Anseriforrnes).
Kaiseradler
- Der Majestätische
- Die Vögel, die Kaisern und Königen zum Symbol dienten, sind in äußerster Gefahr. Wieder droht einer Tierart die Ausrottung.
- Kaiseradler haben Schutz nötig
- Kein Zweifel, daß diese spanischen Kaiseradler uneingeschränkten Schutz nötig haben.
- Vor Störungen bewahren
- Im Adlerhorst waren zwei Jungvögel, etwa drei Wochen alt. Die ersten braunen Federn ragten aus dem weißen Flaum. Die jungen Adler hockten auf den Fersengelenken und beobachteten die Umgebung.
- Kannibalismus im Horst
- Von Adlern ist bekannt, daß es nicht selten zu Kannibalismus im Horst kommt, besonders unter Stein- und Schreiadlern (Aquila chrysaetos und pomarina). Bei diesen Arten kommt meist nur ein Jungvogel zum Ausfliegen.
- Symbol der Götter und Herrscher
- Der Adler ist in der griechischen wie in der deutschen Sprache ein männliches Wesen, im Lateinischen dagegen von weiblichem Geschlecht.
- Der Gordische Knoten
- Dass auch der Gordische Knoten indirekt mit dem Adler zu tun hat, ist nur wenig bekannt.
- Göttervater Zeus
- Einige der großen Helden - Menelaos und Odysseus, aber auch der Feind Hektor werden im Kampf mit Adlern verglichen. Fünfmal kommt in den Tierfabeln des Äsop der Adler vor.
- Rom und Byzanz
- Wenn der Verlust einer Schlacht drohte, nahm der Divisionsgeneral den Adler, schleuderte ihn unter die Feinde und stellte damit seine Truppen vor die Alternative: Sieg und Wiedereroberung des Adlers oder Henkersbeil!
- Die Kreuzzüge
- Verfolgen wir nun das Schicksal des Adlers in seiner zweifachen Form während des Mittelalters weiter, so erkennen wir, daß sich mit der Einführung der Wappen im 12. Jahrhundert dem Adler ein neues Aufgabengebiet eröffnete.
- Zoologisches Stichwort
- Der Kaiseradler (Aquila heliaca) gehört zur Familie Greife (Accipitridae) in der Ordnung Greifvögel (Falconiformes). Er ist ein großer Adler, nur wenig kleiner als der Steinadler (Aquila chrysaetos).
Kauz
- Der Vogel, der den Friedhof liebt
- Der Steinkauz gilt als Totenvogel, den Waldkauz kann man nachts auf Friedhöfen treffen. Aber mit dem Tod haben die Käuze dennoch nichts im Sinne. Sie wollen leben.
- Warum blieben sie nicht im Wald?
- Was haben denn nun die Käuze mitten in der Nacht auf dem Friedhof verloren, wo sich kein Christenmensch hintrauen würde? Die Frage ist einfach zu beantworten: Der Friedhof und der Stadtpark sind die einzigen ruhigen Plätze in den Stadtlandschaften
- Das Radargerät der Eulen
- Einzigartig bei den Eulen ist die bläulich schimmernde Augen-Nickhaut, die man gut sieht, wenn die Augen sich öffnen oder schließen.
- Tierdetektive im Eulengewölle
- Einen weiteren Nachteil müssen Eulen (also auch Käuze) noch in Kauf nehmen: Sie sind weitsichtig.
- Kinderfutter kommt in die Speisekammer
- Keine Eule baut ihren Kindern ein Nest. Auch wenn etwa die Waldohreule auf einem Reisighorst beim Brüten angetroffen wird, so ist das nicht ihr Werk; sie hat lediglich einen alten Krähenhorst als Kinderwiege angenommen.
- Eine Handvoll Tipps für Eulenpfleger
- Wenn Sie im Frühjahr eine Jungeule oder ein Kauzbaby auf dem Waldboden entdecken, so glauben Sie bitte nicht, daß diese von ihren Eltern im Stich gelassen seien.
- Der Waldkauz ist kein Feigling
- Bisher haben wir den Waldkauz als Beispiel genommen und an diesem unproblematischen, kräftigen Nachtjäger einige Kauz-Intima gezeigt. Nun ist aber, was den Schutz gefährdeter Kreatur angeht, der Waldkauz kein gutes Beispiel.
- Der Marder: Hauptfeind der Rauhfußkäuze
- Nicht so kräftig, nicht so anpassungsfähig und nicht so unempfindlich gegen Störungen ist der Rauhfußkauz.
- Der Riese trägt einen Bart
- In unserem Zoologischen Stichwort finden Sie noch die Namen weiterer europäischer Käuze. Der kleinste darunter ist der Sperlingskauz.
- Der Flug der Eulen
- Eulen beim Flug zu beobachten, ist ein faszinierendes Erlebnis. Man hört nichts.
- Zoologisches Stichwort
- Alle Eulen, die keine Federohren haben, nennt man Käuze.
Kolibri
- Er ist gar nicht bunt
- Kolibris sind liebenswürdige, bunte Vögelchen, friedlich und verspielt. Sie leben vom Nektar tropischer Blüten, schwirren funkelnd durch den Tag und sind, alles in allem, ein Symbol südlichen Charmes.
- Zwerge mit spitzen Schnäbeln
- Es sind tatsächlich winzige Vögel. Die kleinsten, die Zwergkolibris, konkurrieren in der Größe mit einer Hummel und wiegen etwa zwei Gramm. Dennoch lassen sie sich gut beobachten.
- Hüpfen und Gehen finden nicht statt
- So eigenartig und bezaubernd wie die Färbung des Gefieders ist bei Kolibris auch die Art des Fluges. In ihrer Technik unterscheiden sie sich von allen anderen Vögeln. Es sind reine Flugtiere. Ihre Füßchen sind zu schwach zum Gehen oder Hüpfen.
- Ein fliegender Edelstein
- Wie die metallisch schimmernden Farben der Kolibris zustande kommen - daran haben die Physiker lange herumgerätselt.
- Zoologisches Stichwort
- Es gibt über 300 Arten von Kolibris (Trochilidae). Ihre Familie - eine der größten Vogelfamilien - ist mit anderen nicht näher verwandt.
Kormoran
- Jäger unter Wasser
- So unbeholfen Kormorane an Land wirken - im Wasser sind sie ausgezeichnete Schwimmer und Taucher. Sie fliegen auch durchaus nicht schlecht.
- Fischfresser
- Der bei uns lebende Kormoran gehört zu den größten Arten. Er kommt in Europa vor allem in wasserreichen Gebieten des Ostens sowie im nordwestlichen Küstenbereich vor.
- Krähen- und Zwergscharbe
- Neben dem Kormoran gibt es in Europa noch zwei weitere Arten aus dieser Familie: die Krähenscharbe und die Zwergscharbe.
- Meereskormorane sind nicht scheu
- Der am weitesten verbreitete Kormoran Südamerikas ist der Brasilkormoran, auch Biguascharbe genannt.
- Zoologisches Stichwort
- Wie bei Pelikanen und Tölpeln sind bei den Kormoranen alle vier Zehen durch Schwimmhäute verbunden, so dass ein richtiger Ruderfuß entstanden ist.
Kuckuck
- Der Wissenschaft ins Nest gelegt
- Daß der Kuckuck seine Eier anderen Vögeln unterschiebt - das weiß man. Aber bereits bei der Frage, wie er es macht, scheiden sich die gelehrten Geister.
- Reißt er beim Rufen den Schnabel auf?
- Das ist schon mal der weit verbreitete Irrtum Nummer eins: daß der Kuckuck beim Rufen den Schnabel aufreißt. Er tut es nicht, jedenfalls nicht sichtbar.
- Müssen die Eier ähnlich sein?
- Am häufigsten ist hierzulande das Kuckucksei, das dem der Bachstelze mehr oder weniger ähnlich ist.
- Zoologisches Stichwort
- Von der Familie Kuckucke (Cuculidae) in der Ordnung Kuckucksartige (Cuculiformes) kommen drei Arten in Europa vor.
Neuweltgeier
- El cóndor pasa
- Der Königsgeier heißt in Argentinien Cóndor Real - Königskondor. Von ihm, vom Andenkondor und einigen weiteren Geierarten aus der Neuen Welt handelt unser Bericht.
- Die Kuh vertrocknete
- Der Kondor der Anden (Vultur gryphus) ist der größte flugfähige Vogel der Erde. Seine Flügelspannweite mißt rund drei Meter. Das Gewicht eines ausgewachsenen Vogels kann bis zu 12 kg betragen.
- Aasfresser Andenkondor
- Nur bei Nahrungsmangel greift er ausnahmsweise auch kleinere oder geschwächte Tiere an. Für Menschen und Haustiere ist er ungefährlich. Es gibt keinen belegten Nachweis dafür, daß Kondore jemals gesunde Weidetiere oder gar Menschen angegriffen haben.
- Über Kondore weiß man wenig
- Wenn sich Kondore auch in größerer Zahl an einem Kadaver versammeln können, so sind sie doch weit weniger sozial als viele Arten der Altweltgeier. Wie die Rangfolge am Aas geregelt wird, wenn dort mehrere dieser mächtigen Vögel einfallen.
- Königsgeier und Truthahngeier
- Der Königsgeier ist der schönste Neuweltgeier. Das Weiß seines Gefieders hat meist einen zarten rosa Anflug, und die farbenprächtige Zeichnung seines Kopfes ist sehr auffallend.
- Rabengeier als Gesundheitspolizei
- Der Rabengeier ist an Kopf und Kehle nackt. Die merkwürdig runzelige Haut hat eine schwärzlichgraue Färbung. Während das Gefieder einfarbig schwarz ist, sind die Basen der Handschwingen und die Kiele dieser Federn weiß.
- Gelbkopfgeier in Südamerika
- Auseinandersetzungen gab es auch unter den Rabengeiern. Hier scheint die Rangfolge in der Freßordnung ähnlich geregelt zu sein wie beispielsweise beim Gänsegeier.
- Zoologisches Stichwort
- Als Neuweltgeier bezeichnet man eine Gruppe aasfressender Vögel Amerikas, die als konvergente (gleichgerichtete) Entwicklung zu den Geiern der Alten Welt - also Eurasiens und Afrikas - zu betrachten sind, ohne mit diesen verwandt zu sein.
Paradiesvogel
- Er lebt vom Tau des Himmels
- Paradiesvögel sind so schön, daß man nicht glaubte, sie seien von dieser Welt. Zumal ihnen auch noch die Füße fehlten.
- Kleine Flaggen am Ende des Schwanzes
- Zu den Kuriosa der zoologischen Forschung gehört, daß erst im Jahre 1824 eindeutig geklärt wurde, daß der Paradiesvogel eben doch Füße hat.
- Ein metallgrüner Fleck
- Keiner hat ihn schöner geschildert als der Naturforscher Alfred Russel Wallace, der 1869 einen Königsparadiesvogel auf den Aro-Inseln fand.
- Zoologisches Stichwort
- Die Paradiesvogel gehören mit den Laubenvögeln in die Familie Paradisaeidae in der Ordnung Sperlingsvögel (Passeriformes).
Pfau
- Luxusartikel
- Den Pfau kann man von zwei Seiten betrachten: Als königlichen Vogel in der Mythologie und als kostbares Haustier.
- Der Thron des Schahs
- Als Vogel der Könige trat der Pfau bereits in Babylon auf; schon dort gab es einen Pfauenthron. Doch der berühmteste Thron dieses Namens stand in einem Gebäude des Roten Forts der Mogule von Delhi.
- Symbol der Auferstehung
- So ist es kein Wunder, daß der Pfau seine römische Glanzzeit auf einem ganz anderen Gebiet erlebte: auf dem der Kochkunst.
- Ein Bild im Jugendstil
- Eine kurzlebige Ausnahme gilt für den Jugendstil. Ludwig 11., der bizarre Bayernkönig, verhalf dem Pfau auf seinen Schlössern zu neuer Bedeutung. Altdeutsches und Orientalisches gaben sich ein buntes Stelldichein.
- Große Sänger sind sie nicht
- Pfauen gehören nicht zu den in üblichen Villengärten verbreiteten Ziervögeln, soviel sie auch hermachen. Das hat seine guten Gründe.
- Auf Federfühlung
- Der einfachste Weg, zu einem Pfau zu kommen, sind eine Zeitungsanzeige im Tiermarkt oder ein Inserat in einer Vogelzüchter-Fachzeitschrift.
- Zwei Wochen in Klausur
- Als ich nach der ersten Woche das Drahtgitter öffnete, weil ich sie für domestiziert hielt, machten sich beide genüsslich auf einen Ausflug. In der Abenddämmerung mußten wir sie suchen und fanden sie einen halben Kilometer entfernt.
- Die liebe Eitelkeit
- Was das attraktive Radschlagen anbelangt, so tut Odysseus das gern und oft. Gegebenenfalls auch zur Erbauung der Hühner.
- Operation geglückt
- Was wir mit Odysseus erlebten, ist gewiß nicht die Norm. Aber zum Thema der Überraschungen, die man mit Pfauen erleben kann, gehört auch so etwas.
- Zoologisches Stichwort
- Pfauen gehören zu den größten Hühnervögeln der Erde. Man kennt drei Arten: den Blauen Pfau (Pavo cristatus), den Ährenträger-Pfau (Pavo muticus) aus Asien sowie den Kongopfau (Afropavo congensis) aus den Urwäldern Zentralafrikas.
Pinguin
- Familienvater im Frack
- Viele leben bei minus 40 Grad, können zur Brutzeit wochenlang fasten und gehen barfuß über unterkühltes Eis. Wie halten sie das durch?
- Der Kaiserpinguin
- Pinguine sind erstaunliche Tiere. Uns sind sie sympathisch, weil sie so menschenähnlich aussehen und sich scheinbar auch so benehmen.
- Sechzig Tage ohne Nahrung
- Ein gutes Maß für den Energieverbrauch ist die Aufnahme von Sauerstoff und Stickstoff und die Abgabe von Kohlendioxid. Deshalb werden die Atemvorgänge kontrolliert.
- Pinguin - Nach dem Brüten um die Hälfte leichter
- Diese Strapazen sind ein extremes Beispiel an Überlebensfähigkeit. Deshalb versucht man, den Marsch auf der Tretmühle nachzuahmen und zu studieren, woher der Pinguin seine enorme Energie bezieht.
- Die Feinde des Pinguin
- Die Leopardenrobbe ist nicht der einzige Feind der Pinguine. Wenn sich im Sommer eine Pinguinkolonie nach der Aufzucht der jungen wieder für viele Monate ins Wasser zurückzieht, sieht es auf dem Brutplatz aus wie auf einem verlassenen Campingplatz.
- Öl im Wasser bringt Pinguine um
- An der argentinischen Atlantikküste gibt es mehrere Naturschutzgebiete.
- Zoologisches Stichwort
- Pinguine sind besonders gut an das Leben im Meer angepaßt. Ihre Flügel sind zu Rudern ausgebildet, ihr Körper ist torpedoförmig. Sie schwimmen hervorragend und können sogar kleinere Sprünge über die Wasseroberfläche machen.
Rotkehlchen
- Brust raus!
- Große, sanfte Augen hat es - wie ein Märchentier. Man könnte diesen Vogel des schummrigen Waldes für ein Seelchen halten, das niemandem ein Haar krümmen kann.
- Wohnen im Ofenrohr
- Wenn Sie aber einem Rotkehlchen eine Freude machen wollen, sagte der Mann vom Vogelschutz, dann stiften Sie ihm ein Stück Ofenrohr. So um die 30 bis 40 Zentimeter lang.
- Sie sind anpassungsfähig
- Rotkehlchen sind Insektenfresser. Sie fangen Spinnen, Würmer, kleine Schnecken, Nacktraupen, Fliegen - mit Vorliebe solche Kerfe (Insekten), die sie am Boden erbeuten können.
- Dann sehen sie rot
- Die verhältnismäßig hohen Beine weisen das Rotkehlchen als einen mit Vorliebe auf dem Boden lebenden Vogel aus. Die großen, dunklen Augen sind dazu geschaffen, auch im lichtarmen Waldinnern noch Insekten wahrnehmen zu können.
- Unermüdliche Sänger
- Die stille Zeit der Mauser geht unauffällig nach der Brutzeit etwa im Juli oder August vor sich. Danach setzt noch einmal eine fleißige Gesangsperiode ein; man kann die Rotkehlchen als Herbstsänger bezeichnen.
- Zoologisches Stichwort
- Rotkehlchen - Zoologisches Stichwort
Strauss
- Tippelbrüder
- Weil seine Flügel nur als Balancierstangen taugen, nicht aber zum Fliegen, ist der Strauss auf seine Beine angewiesen. Seine Wanderungen sind nicht weit, aber schnell.
- Die Hähne sind oft aggressiv
- Federlieferanten sind nur die männlichen Strauße. Sie haben in jedem Flügel 35 weiße Federn, die zusammen ein Pfund wiegen. Das.bringt heute zwar viel weniger als vor hundertfünfzig Jahren, aber genug, um die Zucht rentabel zu machen.
- Ich seh Dich nicht, Du siehst mich nicht...
- Das ist Vogel-Strauß-Politik: den Kopf in den Sand stecken. Nichts wahrnehmen von dem, was ringsum vorgeht.
- Sicher ist nur, wer sich zu Boden wirft
- Strauße, sagt man, seien eitel, aufsässig und dumm. Woher die ersten beiden Behauptungen rühren, weiß ich nicht; die dritte ist ein biblisches Vorurteil.
- Zoologisches Stichwort
- Als Strauße bezeichnet man die Vertreter zweier Vogelordnungen, nämlich die Afrika-Strauße und die Amerika-Strauße oder Nandus.
Tannenhäher
- Nussknacker
- Die Vorratswirtschaft der Tannenhäher ist musterhaft. Im Herbst sammeln sie für sich und den Nachwuchs wochenlang Haselnüsse oder Zirbelnüßchen und vergraben sie im Boden.
- Versteck unter Schnee
- Unser einheimischer Tannenhäher, der zum Beispiel in Skandinavien, aber auch im Harz, im Thüringer und Bayerischen Wald sowie im Schwarzwald lebt, führt das Jahr über ein unscheinbares Dasein.
- Vergessene Nüsse werden Bäume
- Im Hochgebirge verfährt der Tannenhäher ebenso. Nur gibt es dort keine Haselnüsse, sondern Zirbelnüßchen. Die Zirbelkiefer beherbergt nämlich schmackhafte, von einer harten Schale umgebene Nüsse.
- Zoologisches Stichwort
- Der Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes) gehört zur Familie Rabenvögel (Corvidae) in der Ordnung Sperlingsvögel (Passeriformes). Er ist taubengroß und wiegt etwa 200 Gramm.
Waldrapp
- Die Rettung der heiligen Vögel
- Bei uns gibt es den Waldrapp längst nicht mehr. Aber auch in Vorderasien und Afrika ist er vom Aussterben bedroht. Dieser Bericht schildert, wie versucht wurde, eine der wenigen Brutstätten - in der Türkei - zu retten.
- Noah und das kleine Haus
- Birecik liegt zwischen Gaziantep und Urfa am östlichen Euphrat-Ufer. Felsen bilden hier eine bis zu 40 Meter hohe Wand; oben steht die Ruine einer ehemaligen Seldschuken-Festung.
- Das Fest der Fährleute
- Bis zum Jahr 1958 feierte man in Birecik zur Ankunft der heiligen Vögel ein Fest.
- Sie kommen zu früh
- Abit wurde mein Vorarbeiter. Wir kauften zusammen ein Schaf, das im Beisein all derer, die an der Mauer unter dem Sims wohnten, geschlachtet wurde. Dieses Ritual sollte die Arbeit segnen. Das Fleisch wurde an die Nachbarn verteilt.
- Improvisation
- Um den letzten Teil des Felsbandes bis zu einem Meter auszuhöhlen, hätten wir noch mehrere Tage gebraucht. Das hätte viel zu lange gedauert; ich beschloß, den Sims mit Holz zu verbreitern.
- Hölzerne Lockvögel
- Abends nach Einbruch der Dunkelheit stellte ich die hölzernen Lockvögel auf den Sims. Eine dünne Nylonschnur führte zu meinem Hausdach. Zog man an der Schnur, so bewegten sich Kopf und Schnabel.
- Gestohlenes Nistmaterial
- Im Gegensatz zu 1972 war das Jahr 1973 sehr trocken. Der Euphrat führte wenig Wasser. Bei Telmusa, etwa zehn Kilometer, flußaufwärts von Birecik, liegt eine Halbinsel, die bewirtschaftet wird.
- Zoologisches Stichwort
- Der Waldrapp (Geronticus eremita) gehört zur Familie Ibisse (Threskiornithidae) in der Ordnung Schreitvögel (Ciconiiformes). Er ist etwa krähengroß mit langem, leicht abwärts gebogenem Schnabel und relativ langen Beinen.
Ziegenmelker
- Schnurriger Sänger
- Sein Gesang erinnert an einen Motorroller. Auch sonst ist an diesem Vogel einiges Sonderbare zu bemerken. Ziegen allerdings melkt er nicht.
- Vorbote des Todes
- Der Ziegenmelker Name gehe auf Aristoteles zurück. Der alte Grieche behauptete im vierten vorchristlichen Jahrhundert, dieser Vogel sauge die Euter der Ziegen leer, was diese alsbald abmagern ließe.
- Eigentümlichkeiten
- Mit ihren weit aufgesperrten Schnäbeln und ihrer kraftvollen, schnellen Flugtechnik können Ziegenmelker Käfer, Motten und andere Insekten gut im Flug fangen. Auf ihren Oberkiefern wachsen lange, steife Borsten in denen die Beute hängenbleibt.
- Zoologisches Stichwort
- Der Ziegenmelker oder die Nachtschwalbe (Caprimulgus europaeus) gehört zur Familie Ziegenmelker (Caprimulgidae) in der Ordnung Schwalbe (Caprimulgiforrnes).

















