Sie sind hervorragende Flieger

Unter den sieben Arten von Pelikanen gibt es zwei Gruppen: eine mit vier großen, eine andere mit drei kleineren Arten.

Pelikan
Brillenpelikan

Zu den vier großen Pelikanen gehören der Rosapelikan (Pelecanus onoerotalus) und der Krauskopfpelikan (Pelecanus crispus) sowie der Nashornpelikan (Pelecanus erythrorhynchos).

Und noch der Brillenpelikan (Pelecanus conspicillatus), den Sie hier rechts im Bild sehen.

Rosapelikan
Rosapelikan

In Europa leben allerdings lediglich der Rosa - und der Krauskopfpelikan. Zu den drei kleineren Arten gehören der Braune Pelikan, der auch Meerespelikan genannt wird, weil er als einziger an der Küste der offenen See lebt (Pelecanus occidentatis), und der Rötelpelikan (Pelecanus rufescens) sowie der Graupelikan (Pelecanus philippensis).

Nashornpelikan
Nashornpelikan

Der Nashornpelikan, der in Amerika vorkommt, hat seinen Namen von einem seltsamen hornartigen Auswuchs, der ihm zur Brutzeit wächst. Auch andere Pelikane verändern sich während dieser Zeit. Manchen wachsen Kämme; dem Rosapelikan schwillt die Stirn an. Auch das Federkleid verändert sich während der Brut und bekommt oft prachtvolle Farbtöne.

Braunpelikan

Der Rosapelikan hat davon seinen Namen. Denn für gewöhnlich ist sein Gefieder seidig-weiß. In der Brutzeit sieht es wie rosa überhaucht aus. Die Farbe stammt aus einer Gefiederdrüse, die der Pelikan am Bürzel trägt.

Links im Bild sehen Sie einen Braunpelikan.

Pelikan

Pelikane sind harmlose, friedliche Vögel, die recht zahm werden können.

Auf der griechischen Insel Mykonos beispielsweise ist es seit urdenklichen Zeiten Tradition, daß dort im Hafengebiet zahme Pelikane auf die heimkehrenden Fischer warten.

Sie sehen es auf dem Bild rechts.

Meerespelikane
Meerespelikane - Ihre Fischfangtechnik besteht darin, daß sie sich - Kopf voraus und mit angezogenen Flügeln - wie Sturzkampfbomber ins Wasser stürzen.

Interessant ist die Fischtechnik der Vögel. Einige Arten fischen gemeinsam, indem sie eine Linie bilden, in der sie auf dem Wasser gegen die Fische anschwimmen, um sie zusammenzutreiben, und dann wie auf Kommando mit den Köpfen unter Wasser gehen, um Beute zu machen. Die Rosapelikane beherrschen diese Technik geradezu generalstabsmäßig. Sie schwimmen in U-Form und verstärken mit flatternden Flügeln den Effekt, der dazu fuhrt, daß sich die Fische konzentriert in der Mitte dieses U aufhalten. Dort können sie dann leicht herausgefischt werden.

Noch etwas anderes ist erstaunlich. Pelikane, die doch sehr große Vögel sind und sich an Land recht unbeholfen bewegen, zeigen sich als hervorragende Flieger - vor allem als Segelflieger. Sie haben, wie Aeronauten zu sagen pflegen, eine hohe Gleitzahl.

Pelikan