Zoologisches Stichwort II

Schwarzstorch
Schwarzstorch

Außer in Europa kommt der Weißstorch in Nordafrika sowie in Vorder- und Zentralasien als Brutvogel vor. Einige brüten in Südafrika. Weißstörche sind Sommervögel, die uns im August verlassen, um in Afrika südlich der Sahara zu überwintern. Einige bleiben auch in Europa, besonders im Südwesten, um hier zu überwintern.

Hammerkopf
Hammerkopf

Weißstörche lieben offenes Gelände mit einzelnen Bäumen oder Baumgruppen. Feuchte Gebiete werden besonders gern aufgesucht. Hier suchen sie ihre Nahrung, die aus Heuschrecken, Würmern, Mäusen, Maulwürfen, Amphibien und Reptilien besteht. Frösche spielen für die Ernährung meist keine so große Rolle, wie oft angenommen wird. Weißstörche werden mit drei bis vier Jahren geschlechtsreif.

Storch
Jabiru
Jabiru

Die Partner leben - entgegen weitverbreiteter Meinung - meist nicht in Dauerehe. Das Männchen kommt normalerweise zuerst am Brutplatz an und versucht, auf dem Horst stehend, ein Weibchen anzulocken. Nach der Paarbildung bauen beide am Horst und verteidigen ihn gegen Nebenbuhler, wobei es manchmal zu heftigen Kämpfen kommt. Die drei bis fünf reinweißen Eier werden von Männchen und Weibchen abwechselnd bebrütet. Brutdauer 32 bis 33 Tage. Die Jungen verlassen mit ungefähr 60 Tagen den Horst und sind etwa zwei Wochen später selbständig. Bald darauf ziehen sie weg. Im Jahr findet nur eine Brut statt.

Asien-Klaffschnabel
Asien-Klaffschnabel

Der Weißstorch ist ein auffälliger Vogel. Sein schwarzweißes Gefieder und die roten Beine sowie der rote Schnabel sind kennzeichnend. Jungstörche haben zunächst schwärzliche Beine und Schnäbel, die nach dem Ausfliegen eine schmutzig fleischfarbene Färbung annehmen. Die Flügelspannweite eines ausgewachsenen Storchs beträgt etwa zwei Meter, sein Gewicht etwa 312 kg.

Die auffallendste Lautäußerung des Weißstorchs ist das bekannte Klappern, das meist durch ein heiseres Fauchen eingeleitet wird. Es hat - in Verbindung mit bestimmten Ausdrucksbewegungen - begrüßende oder drohende Funktion. Jungstörche betteln mit jaulenden Rufen.

Weiß- und Schwarzstorch sind in Europa gebietsweise sehr bedroht. Landschaftsveränderungen und die Anwendung von Giften dürften daran in erster Linie schuld sein. Viele verunglücken alljährlich an Stromleitungen.