Besonders empfindlich: Die Schnabelborsten

Die Krallen sind also des Uhus Waffe. Den Schnabel verwendet er nur zum Tranchieren der Beute, auch zum Knacken der Knochen.

Interessant ist es, einem Uhu zuzusehen, wenn er ein Beutestück vom Boden aufnimmt. Da er in der Nahdistanz unscharf sieht, schließt er meist die Augen und verlässt sich auf die Tastborsten, die zu beiden Seiten des Schnabels stehen und ihm die Richtung weisen. Auch junge Eulen nehmen ihre Atzung nicht mit Hilfe der Augen (wie etwa Jungfalken), sondern durch Berührungskontakt mit den Schnabelborsten auf.

Uhu
Uhu - Gewölle
Eulenvögel würgen größere, unverdauliche Teile ihrer Mahlzeit als "Gewölle" aus dem Magen hoch und spucken sie aus. Knochenstückchen, Zähne, Insektenpanzer und andere harte Gegenstände sind dabei in Fellstückchen oder Federn eingewickelt. Wenn ein Vogel nicht genügend "Einwickelmaterial" zu fressen hat, sucht er Ersatz: Papier, Plastikstücke oder Lappen, die er verschlingt.

Die Speisekarte des Uhus, wie man sie aus seinen Gewöllen (die Eulen würgen unverdauliche Knochen, Federn oder Fellstücke nach der Mahlzeit durch den Schnabel wieder aus) und aus aufgefundenen Rupfungen zusammengestellt hat, ist erstaunlich reichhaltig. Sie reicht vom Frosch bis zum Hasen oder Jungfuchs.