Zoologisches Stichwort

Kraken

Krake

Kraken sind eine Familie (Octopodidae) Achtarmiger Kopffüßer (Ordnung Octobrachia) in der Weichtierklasse der Kopffüßer (Cephalopoda). Mit ihrem meist plumpen, sackförmigen Körper repräsentieren sie unter den Kopffüßern den bodenlebenden Typ der "Nichtschwimmer", der sich hauptsächlich mit Hilfe der Fangarme fortbewegt. Nur in der Bedrängnis machen sich die Kraken durch Rückstoßschwimmen davon, meist im Schutz einer selbsterzeugten Tintenwolke. Weitere gemeinsame Merkmale der Kraken sind, daß sie höchstens noch kleine Kalkstäbchen als Reste eines Innenskeletts, des Schulps, besitzen; daß ihre Saugnäpfe nicht gestielt sind; daß sie Einzelgänger sind. Nur zur Fortpflanzungszeit finden sich die Geschlechter zusammen, oft nach heftigen Kämpfen der Männchen um die Weibchen. Dem errungenen Weibchen befördert das Männchen mit einem seiner Fangarme ein Spermapaket in die Mantelhöhle. Der als Hectocotylus bezeichnete Begattungsarm ist umgebildet: Er besitzt eine Rinne, in der Sperma durch Kontraktionen der Armmuskeln zum Weibchen gelangt. Da das Weibchen um die 30 Zentimeter vom Männchen entfernt sitzt, dauert diese "Begattung auf Distanz" über eine Stunde.

Den in Trauben abgelegten 100 000 bis 150 000 Eiern lassen die Weibchen Brutpflege angedeihen: sie fächeln den Eiern frisches Wasser zu, säubern den Laich; ja sogar eine Hilfe beim Schlüpfen der Jungtiere konnte bei einer Art beobachtet werden. Kleine, noch wehrlose Krakenjunge finden sich oft, gut geschützt, in leeren Muschelschalen versteckt.

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Zusätzlich zu den herkömmlichen Organen verfügen Kraken auch über einen Tintenbeutel. Aus ihm können Sie einen schwarzen Farbstoff gegen ihre Feinde spritzen.