Sie schwimmen so sicher wie ein Schlauchboot

Brautente
Oben eine Brautente (Aix sponsa). Sie stammt aus Nordamerika. Züchter haben den hübschen, zierlichen Vogel eingeführt und nach und nach bei uns in manchen Parkanlagen heimisch gemacht.
Ente

Es hat einen besonderen Reiz für mich, frühmorgens allein am See zu sitzen und die Wildenten zu beobachten. So unbeholfen die Tiere auf dem Lande wirken, im Wasser sind ihre Bewegungen geschickt und elegant. Die Ente ist eben ein Wasservogel, der dem Leben im feuchten Element hervorragend angepasst ist. Der Körper mit seinem breiten Querschnitt gleicht einem stabil gebauten Kahn, der durch nichts zum Kentern gebracht werden kann.

Knäckente
Erpel der Knäckente (Anas querquedula)

Wenn die Ente ruhig auf dem Wasser dahingleitet, sieht man kaum, wie sie sich vorwärtsbewegt. Aber man weiß ja, dass Antrieb und Steuerung durch Beinbewegungen erfolgen, die wegen der Schwimmhäute zwischen den Zehen des Tieres besonders wirkungsvoll sind. Ein sinnreicher Mechanismus sorgt dafür, dass die Ente während des Schwimmens möglichst wenig Kraft verbraucht: Beim Zurückschlagen der Beine breiten sich die Zehen mit den Schwimmhäuten aus, während sie sich beim Vorziehen entspannt aneinanderlegen und dem Wasser keinen nennenswerten Widerstand bieten.

Die Anpassung der Ente an das Wasserleben geht aber noch viel weiter. Ihr Federkleid besteht dort, wo sie hauptsächlich mit dem Wasser in Berührung kommt - an Brust und Bauch also -, aus dicht gepackten Dunenfedern, die von Deckfedern überlagert sind. Zwischen diesem Federbewuchs ist viel Luft eingeschlossen, die den Entenkörper nicht nur gegen Auskühlung schützt, sondern ihm auch Auftrieb gibt. So muss das Tier keine Anstrengungen machen, um sich über Wasser zu halten. Es schwimmt wie auf einem Schlauchboot. Damit auf keinen Fall Wasser durch das Federkleid dringt, fettet die Ente ihr Deckgefieder oft und sorgfältig ein. Sie drückt dazu mit dem Schnabel ein öliges Fett aus ihrer Bürzeldrüse und behandelt damit ihr Gefieder.