Huftiere
Huftiere (Ungulata) ist die zusammenfassende Bezeichnung für mehrere Gruppen der Säugetiere, insbesondere der Paarhufer und der Unpaarhufer.
Die Unterscheidung dieser beiden Hauptgruppen ist schon alt: Bei Unpaarhufern trägt die Mittelzehe allein das Körpergewicht, bei Paarhufern übernehmen dritte und vierte Zehe diese Funktion.
Quelle: Wikipedia
Flusspferd
- Wettkampf im Gähnen
- Im Grund sind sie harmlos. Vegetarier, träge und ohne böse Absichten. Aber ein drei Tonnen schwerer Koloss verlangt selbst dann Respekt, wenn er gar nichts Schlimmes im Sinn hat. Reißt er das Maul auf, dann ist Vorsicht geboten.
- Sie können gefährlich werden
- Während die Herde tagsüber einen geschlossenen, ruhigen Bereich bildet, ist das Bild bei Nacht ganz anders. jetzt verlassen die Tiere das Wasser und zerstreuen sich weit. Sie fressen über Nacht bis zu einem Zentner Gras und Kräuter.
- Dicke Haut haben sie
- Eines Nachts fotografierte ich einen Bullen, der in einem Hotelgarten weidete. Vorsichtshalber hielt ich mich hinter einem VW-Käfer versteckt. Der Bulle begann nach dem ersten Lichtblitz mit drohendem Gähnen.
- Nur im eigenen Duft fühlen sie sich wohl
- Auch eine andere Art von Kampf habe ich beobachtet. Da liegen sich die Bullen stundenlang ruhig gegenüber, bis der eine mit dem Drohgähnen beginnt. Er reißt das Maul auf, läßt sich auf seinen Gegner fallen und schnappt nach dessen Kopf.
- Ohne Kotschleudern geht es nicht
- Auch beim Liebeswerben fehlt die Fäkalienschau nicht. Hier geht nicht der Herr zur Dame, sondern das Weibchen sucht den Bullen auf. Der stellt sich in Positur und beginnt mit dem Kotschleudern.
- Zoologisches Stichwort
- Die Fluß- oder Nilpferde gehören zur Familie Hippopotamidae. Diese hat nur zwei Arten: das Flußpferd (Hippopotamus amphibius) und das Zwergflußpferd (Choeropsis liberiensis).
Gazelle
- Auf der Flucht
- Gazellen leben gefährlich. Löwen und Leoparden, Schakale und Geparden, Hyänenhunde und fotografierende Touristen stellen ihnen nach.
- Hundertausende leben in der Serengeti
- Thomsongazellen gehören zu den häufigsten und kleinsten Gazellen Ostafrikas. Allein in der Serengeti leben einige hunderttausend Exemplare.
- Ein umständliches Hochzeitszeremoniell
- Eine Thomsongazelle wird vom Bock getrieben. In weit ausholenden Sprüngen läuft sie ihm davon. Der Bock folgt ihr.
- Raubkatzen ziehen Einzelgänger vor
- Eine Wasserstelle bedeutet für die Gazelle immer die größte Gefahr, weil sich dort zum Trinken auch Löwen, Leoparden und Geparden aufhalten, oft genug auch Krokodile.
- Gefährliche Geburt
- Hier sehen Sie Bilder von der Gazellengeburt, die im Text beschrieben wird.
- Zoologisches Stichwort
- Die Thomsongazelle (Gazella thomsoni) gehört zur Familie Rinder (Bovidae) in der Ordnung Paarhufer (Artiodactyla).
Gemse
- Den Bart auf dem Rücken
- Sie klettern wie Artisten und überwintern unter den unwirtlichsten Umständen: Gemsen brauchen die Lebensgewohnheiten der Eiszeit.
- Geiß oder Bock
- Nur langsam kann ich mich an das Tempo gewöhnen, das mir der sehnige Jäger vorsteigt - zumal ich den Weg nicht kenne und den zweieinhalb Meter langen Bergstock nicht voll einsetze. Dennoch wird der Aufstieg zum Erlebnis.
- Weiche Ballen
- Das Geraffel klettert immer höher, angeführt von der Leitgams, einer alten Wachgeiß. Erstaunlich, wie die Tiere auch an glatten, fast überhängenden Felsen klettern und Halt finden!
- Auch ohne Menschen
- Woher nehmen die Tiere zu dieser Zeit in der unwirtlichen Gegend die unbändige Kraft? Die Gemsen finden auch im Winter ihr Futter. Sie gehören zu den ganz wenigen Schalenwildarten, die - ließe man sie in Ruhe - ganz gut ohne die Hilfe der Menschen auskämen
- Zoologisches Stichwort
- Die Gemse (Rupicapra rupicapra) gehört zur Familie Rinder (Bovidae) in der Ordnung Paarhufer (Artiodactyla). Wenn sie auch den Ziegen ähnelt, so ist sie nur entfernt mit ihnen verwandt und steht den Antilopen und Schneeziegen näher.
Großhornrind
- Der sanfte Stier der wilden Pußta
- Der ungarische Staat pflegt die letzten Nachkommen einer Rinderrasse, die schon den alten Ägyptern vertraut war.
- Elegante Tiere
- Verglichen mit dem heimischen schwarzweißen Niederungsvieh wirken die Graurinder elegant und fast exotisch.
- Herden mit tausend Stück
- Tausend Rinder waren früher nichts Besonderes für eine Pußtaherde; vor allem die Ochsenherden waren riesengroß.
- Kühe sind aggressiv
- Bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts waren die Rinder tagein, tagaus im Freien.
- Stocktänze
- Die Rinderhirten finden über die Pußta verstreut kleine strohgedeckte Lehmhütten, die sie für die Zeit bewohnen, während der sie in diesem Gebiet weiden.
- Zoologisches Stichwort
- Die in verschiedenen Steppengebieten gezüchteten Großhornrinder sind Rassen des Hausrindes (Bos primigenius taurus) und stammen wie dieses vom Ur oder Auerochsen (Bos primigenius primigenius) ab.
Nashorn
- An der Nasenspitze sieht man´s ihnen an
- Unter Zärtlichkeit verstehen Nashörner etwas anderes als wir. Liebkosungen von umwerfender Natur passen zu den massigen Tieren. Der menschliche Betrachter, erst recht der neugierige Fotograf, muss auf der Hut sein.
- Hörner zum Kampf und zum Schmusen
- Zu was dienen diese eigenartigen Nasenaufsätze? Gelegentlich werden sie bei der Nahrungssuche verwendet, um einen kleinen Busch aus dem Boden herauszuschlagen oder um salzige Erde aufzulockern. Oft dienen sie zur Einschüchterung des Feindes.
- Alles wird angegriffen
- Nach 15 Monaten wird das Junge geboren. Es ist dann schon so groß wie ein halbwüchsiges Schwein und besitzt auch bereits ein kleines Horn. Meist bleibt es mehr als zwei Jahre bei seiner Mutter, die während dieser Zeit schon wieder brünstig wird.
- Nashörner sehen schlecht
- Das Breitmaulnashorn wird beinahe rindergroß. Es erreicht eine Schulterhöhe von zwei Metern bei einer Länge bis zu 4,50 Metern und kann bis zu zwei Tonnen schwer werden. Es hat breite, harte Lippen, mit denen es das Gras auf den Wiesen abweidet.
- Es hat wenig Feinde
- Beide Nashornarten leben in enger Symbiose mit Madenhackern und Kuhreihern. Diese Vögel ernähren sich von den Insekten, die den kräftig nach Schweiß riechenden Pflanzenfressern folgen und zum Teil auf ihnen schmarotzen.
- Zoologisches Stichwort
- Die Nashörner bilden eine Familie (Rhinocerotidae) in der Ordnung Unpaarhufer (Perissodactyla). Es gibt fünf Arten.
Pusztapferd
- Das Paradies der Pferde
- In Ungarn leben auch Zuchtpferde noch so, wie es ihnen gefällt: frei, in großen Herden, die über die weite Puszta streifen. Wenn es so etwas wir glückliche Pferde gibt, dann sicherlich dort.
- Nonius-Enkel
- Auf der Puszta Hortobágy, im Gestüt Máta, sind die Noniuspferde zu Hause. 1916 kam ihr legendärer Stammvater Nonius nach Ungarn, vom Vater her ein Orion-Abkömmling, von der Mutter her bestes normannisches Blut.
- Halb wild mit langen Stammbäumen
- Seit jener Zeit wird in Ungarn planmäßig gezüchtet. Zwar wachsen Pusztapferde frei und ungebunden auf, doch bestimmt auch bei ihnen der Mensch die Paarung.
- Manche Stuten fohlen draußen
- Auf Hortobágy werden die Stuten so belegt, daß das Abfohlen zwischen Januar und März erfolgt, damit die Kinder aus dem Gröbsten raus sind, wenn die gefürchtete "Kanikula", die große Sommerhitze, beginnt.
- Weiden, Treiben, Tränken
- Die Herden werden absichtlich weit entfernt vom Brunnen geweidet. Zum Tränken treibt man sie jeweils heran. Diese Übung - hin zum Brunnen und zurück - wird täglich zwei- bis dreimal wiederholt.
- Charakterfehler
- Einmal waren wir draußen, als sich plötzlich ein furchtbares Gewitter zusammenzog. Der Csikós brachte die Hengstfohlen noch bis zum Stall, doch da fuhr der Sturm schon heran und warf das schwere Gatter aus den Angeln.
- Liebevoll und freundlich
- Wenn man Pusztapferden einen hervorragenden Charakter nachsagt, so hängt das nur damit zusammen, daß sie so behandelt werden, wie es Pferden behagt. Sie haben viel Freizeit und können ihre Lust- oder Unlustgefühle draußen abreagieren.
- Ausdauernd und unempfindlich
- Ob ich mir ein Pusztapferd als Reitpferd anschaffen würde? Nur zu gern! Zwar sind die Noniuspferde vom Äußeren her nicht so besonders attraktiv: ziemlich großrahmig und knochig gebaut, mit etwas schwerem Kopf, der zur Ramsnase neigt.
Rentier
- Die große Wanderung
- Die einzige Hirschart, die zum Haustier wurde, ist das Ren. Und auch diese Behauptung muß relativ verstanden werden: Angepaßt hat sich weniger das Tier als der Mensch, der darüber zum Nomaden wurde.
- Die Lappen
- Seinerzeit, das könnte eine Erklärung sein, haben einzelne Gruppen von Jägern bestimmte Herden verfolgt, das ganze Jahr über vielleicht, sie haben sie vor Raubtieren (Wolf, Bär, Luchs, Vielfraß) und anderen Jäger beschützt.
- Die Wanderung
- Noch ist die Herde auf der Winterweide. Das ist keine Wiese, das ist ein Krüppelbirkenwald. Da liegt der Schnee nicht so dick, den scharren die Tiere mit den Hufen fort.
- Kein Tourist kommt nahe genug
- Die Herde frißt sich derweil über die Insel. Sie ist weit auseinandergezogen, auseinandergefallen in Rudel aus drei bis fünf Tieren, als Herde nicht mehr zu erkennen. Und mit einemmal sind die im Winter genügsamen Tiere wählerisch.
- Die Ordnung bricht zusammen
- Der Lappe hat das Ren domestiziert - und hat so überlebt. Aber jetzt hat die Zeit den Lappen überholt. Kraftwerke, Flugplätze, Straßen sind in die Tundra gebaut worden, die brauchen viel Platz. Die Herden der Lappen brauchen auch viel Platz.
- Zoologisches Stichwort
- Das Ren (Rangifer tarandus) ist ein Hirsch - der einzige, den der Mensch zum Haustier machte. Man unterscheidet drei Formen: Das Tundra-Ren, das in Nordskandinavien lebt, das kanadische Waldren (Karibu) und das ostasiatische Waldren.
Tapir
- Überbleibsel vom dritten Schöpfungstag
- Lebende Fossilien sind es, sagen die Zoologen. Also Geschöpfe, die man schon als Versteinerungen kennt. Dreißig Millionen Jahre alt. Unter den Huftieren gibt es nur wenige solcher Urgestalten der Tierwelt.
- Der Mensch ist der Feind
- Die Zahl ihrer natürlichen Feinde ist nicht groß. Die Tapire sind ja selbst mächtige Burschen: Einen Meter hoch und zwei Meter lang der Schabracken-Tapir, noch größer der Flachland-Tapir. Nur vor den großen Raubkatzen müssen sie sich hüten.
- Zoologisches Stichwort
- Diese Tiere sind sowohl anatomisch als auch im Verhalten sowie dem Äußeren nach lebende Fossilien. Es sind Unpaarhufer, die an den Hinterfüßen drei, an den Vorderfüßen aber vier Zehen haben.
Steinbock
- Standbild im Fels
- Kälte und Turm sind alten Steinböcken völlig gleichgültig. Auch wenn ihnen gelegentlich die Ohren erfrieren, stellen sie sich mit Vorliebe stundenlang unbeweglich auf die höchsten Bergzinnen.
- Fürstenbischof und Wilddiebe
- In Österreich sind Steinböcke erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts eingebürgert worden. Sie haben sich damals auch nur kurze Zeit gehalten. Zwar kümmerte sich der Fürsterzbischof von Salzburg energisch um die Erhaltung des Steinwildbestandes.
- Steinbock - Giftiger Wein im Steinbock-Horn
- Das Blut gab eine Arznei gegen Blasensteine; das Horn, in Späne geschnitten, geschabt oder zerstoßen, galt als Mittel gegen Krämpfe und Koliken, außerdem zeigte es Gift in Speisen und Getränken an.
- Verwandschaft
- Doch wenn er auch mit der Hausziege Kinder zeugen kann, den Steinbock unterscheidet einiges von ihr. So ist der Querschnitt des Steinbockhorns dreieckig mit gerundeter Vorderseite, bei der Hausziege ist das Horn flach und zweischneidig.
- Kolonie bei Salzburg
- Österreichs erfolgreichste Steinbockaussetzung geschah im Jahr 1924 durch Dr. Gustav Krupp im Blühnbachtal bei Salzburg. Die Tiere wurden zwei Jahre draußen in freier Natur im Gatter gehalten und erst dann freigelassen.
- Kolonie in Graubünden
- Wo die Steinböcke stehen? Nehmen Sie bitte Ihr Fernglas und suchen Sie die Felsen ab! Die Tiere wandern herum. Es ist durchaus nicht sicher, daß sie sich sehen lassen.
- Kein Familienverband
- Die Zusammensetzung der Rudel ändert sich im Verlauf des Jahres; so gibt es Bockrudel aus Tieren verschiedenen Alters, Jungtierrudel mit zwei- bis vierjährigen Böcken und Geißen, Mutterrudel aus Geißen mit Kitzen und Mischrudel.
- Salzhunger
- Steinböcke sind (wie die ganze Ziegenfamilie) schleckig. Sie weiden durchaus nicht planmäßig ein Areal ab.
- Krankheit und Seuchen
- Das allerdings sind nicht die Gründe dafür, daß man heute angesichts der blühenden und sich stark vermehrenden großen Steinwildkolonien von einer nötigen Korrektur der Bestände spricht.
- Zoologisches Stichwort
- Der Steinbock (Capra ibex) gehört zur Familie Rinderartige (Bovidae) in der Ordnung Paarhufer (Artiodactyla). Er ähnelt einer Hausziege mit kräftigen, gebogenen Hörnern, die bei den Weibchen ("Geißen") schwächer entwickelt sind.
Warzenschwein
- Auf der Flucht
- Warzenschweine sind wehrhafte Tiere. Ihre Hauer verheißen dem Gegner nichts Gutes.
- Farbe der Warzenschweine
- Die Grundfarbe der Warzenschweine variiert nur sehr wenig. Aber sie baden und suhlen sich gerne in Schlammlöchern.
- Warzenschweine sind gefährlich
- Das Warzenschwein ist nicht nur der Zwischenwirt für die Erreger des Rückfallfiebers.
- Menschen sind Feinde
- Leider hat das Warzenschwein im Menschen einen Feind, der es oft mit sinnloser Tötungswut verfolgt. Im Norden sind es die moslemischen Jäger, die es töten, aber nicht essen dürfen, da es als unrein gilt.
- Zoologisches Stichwort
- Das Warzenschwein (Phacocherus aethiopicus) gehört zur Familie Schweine (Suidea) in der Ordnung Paarhufer (Artiodactyla).









