Erbfaktoren treten stets paarweise auf

Diese rezessiven Faktoren ans Licht zu bringen - das ist die Aufgabe der rückzüchtenden Zoologen.

Urponies - Exmoor-Pferde
Herde von Urponies (Exmoor-Pferden) im Tierpark Sababurg
Urwildpferd

Man kennt es aus der Schule, von den Mendelschen Gesetzen: Erbfaktoren treten stets paarweise auf - von jedem Elternteil einer. Wenn zwei dominante oder aber ein dominanter mit einem rezessiven zusammentreffen, so setzt sich stets der dominante Faktor durch. Nur wenn zwei rezessive zusammentreffen, haben sie eine Chance. Da ist zum Beispiel der Aalstrich auf dem Rücken der Wildpferde. Er ist ein rezessives Erbmerkmal und kommt nur dann zum Vorschein, wenn beide Eltern (also beide mit jeweils zwei rezessiven Genen) diesen Strich tragen. Oder wenn bei beiden Eltern, die selbst keinen Aalstrich haben, je ein rezessiver Gen vorhanden war und diese beiden zufällig zusammenkamen.

Ein züchterisches Lotteriespiel also, aber mit berechenbaren Erfolgschancen. Mit den Kindern und Enkeln, die rezessive Merkmale zeigen, züchtet man weiter, bis eines Tages - so hofft man - der Urtyp wieder rein dargestellt ist. Die unbrauchbaren Tiere werden ausgesondert.