Fische

Fische (Pisces) sind wechselwarme fast ausschließlich im Wasser lebende Wirbeltiere mit Kiemen. Etwa die Hälfte aller Wirbeltierarten sind Fische, die ältesten bekannten Fossilien sind rund 450 Millionen Jahre alt.

Man unterscheidet speziell Knorpelfische (Chondrichthyes), zu denen unter anderem die Haie und Rochen zählen und Knochenfische (Osteichthyes), die alle anderen Fische umfassen.

Das mit Fischen befasste Forschungsgebiet heißt Ichthyologie.

Quelle: Wikipedia

Buntbarsch

Buntbarsch
Die Fische mit der Zeichensprache
Im Berliner Aquarium schwammen in einem großen Becken viele Buntbarsche. Der Herr Direktor persönlich hatte sie bei einer Afrikareise am Ufer des Victoriasees gefangen.
Eine unbenannte, rätselhafte Art
Die Farbe ist offenbar nicht das Geeignete, um Buntbarsche zu sortieren. Also richtet man sich besser nach der Körperform.
Dem Chamäleon überlegen
Von Buntbarschen ist man es gewöhnt, daß sie den Zoologen Rätsel aufgeben. In manchen Fällen dauerte es lange, bis man entdeckte, daß ganz verschieden aussehende Fische in Wirklichkeit als Männchen und Weibchen zur gleichen Art gehörten.
Hochentwickelte Kommunikation
Bunte Farben - wie Rot und Gelb - werden bei der Brautwerbung bevorzugt. Sie wirken aufweite Distanzen.
Wer nicht artig ist, stirbt jung
Ein Buntbarsch-Weibchen ohne Kinder kann einem anderen die Jungen nicht einfach abspenstig machen, indem es die richtigen Zeichen gibt.
Talent zur Farbveränderung
Die Bilder auf dieser Seite zeigen Ihnen einige der Eigenarten, die Buntbarsche auszeichnen. Zum Beispiel ihr Talent zur Farbenveränderung.
Zoologisches Stichwort
Buntbarsche (Cichlidae) sind eine sehr formenreiche Familie von Süßwasserfischen in der Ordnung der Barschartigen Fische (Perciforme) mit rund 600 Arten.

Eisfisch

Eisfisch
Kühles Blut
Eisfische besitzen keine roten Blutkörperchen, und sie leben unterm Gefrierpunkt, ohne zu erstarren - Rätsel über Rätsel. Haben sie vielleicht ein Frostschutzmittel im Blut?
Das Blut müßte gefrieren
Lange Jahren versuchten die Forscher herauszufinden, wie es Eisfische anstellen, in eisigem Wasser zu leben. Normalerweise müßte ihr Blut zu Kristallen erstarren.
Zoologisches Stichwort
Eisfische sind eine Familie (Chaenichthyidae) der Antarktisfische (Unterordnung Notothenoidei) in der Ordnung der Barschartigen Fische (Perciformes).

Flussaal

Flussaal
Ein Vewandlungskünstler
Nicht nur, daß sie viele Tausende von Kilometern zurücklegen, um vom Schlüpfplatz zu ihrem Lebensraum und dann wieder zurück zu kommen. Sie wechseln währenddessen auch mehrfach ihre Gestalt.
Ein Wirtschaftsfaktor
Der Europäische Flußaal ist nicht bloß irgendein Tier, sondern ein Wirtschaftsfaktor. Er wird in Mengen gefangen. So gibt es ein mehr als nur wissenschaftlich begründetes Interesse an der Biologie dieses Fisches.
Fressen und Wachsen
Nach dem Erreichen ihres endgültigen Wohngewässers kommt ein jahrelanges Stadium des Fressens und Wachsens. Die Flußaale heißen nun wegen ihrer gelblichen Flanken und des Bauches Gelbaale. Sie gehen in der Dämmerung auf Jagd.
Zoologisches Stichwort
Flußaale (Anguillidae) sind eine Familie schlangenförmiger Knochenfische in der Ordnung der Aalfische (Anguilliformes). An ihrem langgestreckten, drehrunden Körper fehlen die Bauchflossen. Die Brustflossen befinden sich seitlich hinter dem Kopf.

Hai

Hai
Über den Umgang mit Haifischen
Die Anklage lautet auf Mord. Haie sind Verbrecher, gewalttätige Bestien! So werden sie dargestellt. Aber so sind sie gar nicht.
Angriff
Bei den Haien kann man noch heute sehen, wie unsere Zähne entwicklungsgeschichtlich entstanden. Der Körper des Hais ist mit dreieckigen Placoidschuppen bedeckt, die sich am Maulrand anders entwickeln und so die Funktion von Beißwerkzeugen übernehmen.
Blut im Wasser
Ein weiterer Schlüsselreiz, der beim Hai Angriffsverhalten auslöst, ist der Geruch ausströmenden Blutes.
Der weiße Hai
Nicht zu empfehlen ist es, weit ins offene Meer hinauszuschwimmen oder sich großen Schiffen, etwa verankerten Kriegsschiffen, zu nähern. Größeren Schiffen folgen meist Haie, die sich von den über Bord geworfenen Abfällen ernähren.
Hai-Abwehr
Von der amerikanischen Luftwaffe wurde zum Schutz abgeschossener Flieger ein Haifisch-Abwehrmittel entwickelt, eine in einem Beutel verwahrte Chemikalie: Kupferazetat.
Der Hai ist kein Kämpfer
Wie schreckhaft Haie sind, zeigt sich, wenn man direkt auf sie losschwimmt. Regelmäßig ergreifen sie dann die Flucht. Wir haben das auch schon bei Haien bis zu fünf Meter Länge beobachtet. Der Hai ist kein Kämpfer, sondern recht automatenhaft.
Zoolog. Stichwort I
Haie (Ordnung Selachii) bevölkern mit rund 250 Arten alle Weltmeere; dazu kommen noch einige wenige Arten, die im Süßwasser leben, z. B. im Ganges, im Sambesi und im Nikaragua-See. Alle sind Knorpelfische (Klasse Chondrichthyes).
Zoolog. Stichwort II
Der Vorderkörper der Haie weist viele Öffnungen auf. Da ist einmal das große Maul, das meist an der Unterseite des Kopfes, unterständig, gelegen ist. Vor dem Maul liegen Ein- und Ausströmöffnungen der Riechgruben.

Hecht

Hecht
Die großen Räuber werden immer kleiner
Der Hecht ist der gewaltigste Raubfisch in Europas Seen und Teichen. Hai der Binnengewässer nannte ihn der alte Vater Brehm.
Ein lebender Torpedo
Als Räuber ist der Hecht hervorragend ausgestattet. Zwar kann er nicht besonders gut riechen und schmecken, aber seine Augen sind scharf; zwar schwimmt er nicht besonders schnell, aber aus der Lauer schießt er wie ein Torpedo auf die Beute zu.
Zoologisches Stichwort
Die Hechte - Esocidae - leben im Süßwasser: teils in stehenden, pflanzenreichen Binnengewässern, teils in Flüssen.

Kampffisch

Kampffisch
Kampffisch - Erst die Wut macht ihn schön
Sie kämpfen um ihr Leben. Denn ohne Streit gehen sie ein. Sie brauchen die Kampfeswut nicht nur, um mit der ganzen Pracht ihrer roten oder blauen Farbtöne zu leuchten. Die Gallengymnastik erhält sie auch jung.
Atmung übers Labyrinth
Zwar haben Fische Kiemen, mit denen sie den Sauerstoff direkt dem Wasser entnehmen können. Wenn sie an der Oberfläche nach Luft schnappen, dann ist meist die Wasserqualität so schlecht, daß Erstickungsgefahr besteht.
Angezüchtete Flossen
Diese Schleierflossen sind übrigens eine Errungenschaft jüngster Entwicklung im Stammbaum der gezüchteten Kampffische. In freier Natur gibt es praktisch nur kleinflossige Tiere.
Reizen genügt
Nach alledem läßt sich eine Kampffischhaltung im häuslichen Aquarium mit unserer traditionellen Auffassung von Tierschutz durchaus vereinbaren. Denn zur Entfaltung seiner faszinierenden Pracht muß der Kampffisch nicht kämpfen.
Kampf unter Wasser
Hier zeigen wir Ihnen, wie ein Kampf unter Wasser vonstatten geht.
Zoologisches Stichwort
Kampffische sind eine Gattung (Betta) südostasiatischer Labyrinthfische (Belontiidae) aus der Ordnung der Barschartigen Fische (Perciformes). Mehrere Arten und Zuchtformen aus dieser Gattung werden vor allem in Thailand zu Wettkämpfen eingesetzt.

Karpfen

Karpfen
Zu Zier und Zucht
Karpfen sind wehrlose Tiere und haben zahllose Feinde. Ihr unbeweglicher Flossenstachel ist Zierde, keine Waffe.
"Leimer" schmecken besonders gut
Karpfeneier sehen in Farbe und Form wie Senfkörner aus, haften an Wasserpflanzen und entlassen nach längstens 7 Tagen die Fischlarve. Bei warmem Wetter und guter Ernährung wachsen die Jungfische rasch.
Karpfenzucht ist heute eine Wissenschaft
Früher war die Karpfenzucht eine gemütliche Angelegenheit. Ausgewählte Männchen und Weibchen wurden in kleine und niedrige, daher gut erwärmte Laich- oder Streichteiche eingesetzt.
Auch operative Eingriffe gehören dazu
Man verpasst den weiblichen Karpfen eine Hormonspritze, um ein frühes und gleichzeitiges Ablaichen zu ermöglichen.
Die besten Rezepte kommen aus dem Osten
Der Karpfen hat seit jeher und in jeder Form eine große Rolle in der Küche gespielt. Das ist der Grund, warum man sich seit Jahrtausenden mit seiner Aufzucht solche Mühe gibt.
Zoologisches Stichwort
Der Karpfen (Cyprinus carpio) hat als typische Art seiner Familie, den Karpfenfischen (Cyprinidae), und seiner Ordnung, den Karpfenartigen (Cypriniformes), ihre deutschen und wissenschaftlichen Namen gegeben.

Lachs

Lachs
Gegen den Strom
Um zum Laichen rechtzeitig zu Hause zu sein, springen die Lachse - mit hungrigem Magen - notfalls drei Meter hoch.
Drei Rätselfragen zum Thema Lachs
Lachse schwimmen in jeder Beziehung gegen den Strom. Seit der Steinzeit gehört dieser Fisch zur menschlichen Nahrung (man weiß es aus Felszeichnungen) - und doch weiß man erstaunlich wenig von ihm.
Drei weitere Fragen zum Thema Lachs
Warum entstehen - wenn die Lachse nur in der alten Heimat laichen - doch immer wieder neue Laichgebiete? Dort, wo man Lachsbrut als Eier aussetzt, ist der Fall klar.
Zoologisches Stichwort
Lachse sind in zwei Gattungen Lachsähnlicher Fische aus der Ordnung der Lachsfische vereinigt. Es sind gestreckte, fast drehrunde, ziemlich bunt gefärbte und gefleckte Fische.

Piranha

Großmaul
An blutrünstigen Gerüchten fehlt es nicht: Piranhas sollen innerhalb von Minuten Schwimmer mit Haut und Haaren aufgefressen haben.
Zoologisches Stichwort
Piranhas ist eine volkstümliche Bezeichnung aus der indianisch-portugiesischen Mischsprache Südamerikas für mehrere Arten verwandter Süßwasserfische.

Rochen

Rochen
Flug durchs Wasser
Der unkonventionelle Schwimmstil ist nur eine der Besonderheiten der Rochen.
Manche wehren sich mit elektrischem Strom
Viele der sogenannten Echten Rochen halten es mit der Elektrizität. Sie haben seitlich an ihrem peitschenartigen Schwanz ein kleines Kraftwerk, das auf chemoelektrischem Wege Strom liefert.
Fliegender Teppich
Rochen schwimmen durch wellenförmige Bewegungen ihrer Brustflossen.
Zoologisches Stichwort
Rochen bilden die Ordnung Rajiformes; sie haben wie die Haie ein knorpeliges Skelett und gehören daher auch zur Klasse der Knorpelfische.

Saisonfisch

Saisonfisch
Er lebt nur einen Sommer
Damit der Saisonfisch überlebt, liegen die Eier monatelang im Trockenen. Sonst entwickeln sich die Jungen nicht.
Auch im Aquarium werden sie nicht alt
Die Lebensdauer der Saisonfische ist, entsprechend den Verhältnissen in der Natur, nur kurz.
Zoologisches Stichwort
Saisonfische nennt man Fischarten, die in zeitweilig austrocknenden Binnengewässern leben, kurz vor dem Trockenfallen ihre Eier ablegen und dann sterben.

Seepferdchen

Seepferdchen
Hohe Schule unter Wasser
Seepferdchen gehören zu den reizvollsten und liebenswürdigsten Geschöpfen unserer Meere. Ihre Bewegungen - besonders bei den Hochzeitsvorbereitungen - sind tänzerisch graziös. Weil man sie liebt, hat man sie an manchen Küsten fast ausgerottet.
Die Hochzeit
Vor der Laichzeit beginnt die Balz. Dabei schwimmen die Seepferdchen - Männlein und Weiblein -, sichtlich animiert, in lockeren Gruppen. Sie drängen sich zusammen, lösen sich wieder voneinander.
Seepferdchen - Zoologisches Stichwort
Die Seepferdchen (Hippocampus) sind Fische aus der Ordnung der Gasterosteiformes (Stichlingsfische), zu der auch die Seenadeln, die Schepfenfische und ähnliche Arten gehören, die mit dem üblichen Fischtypus äußerlich wenig gemein haben.

Stichling

Im bunten Hochzeitsfrack
In einem Bach schwimmt ein großer Schwarm knapp fingerlanger Fische. Es sind Weibchen vom Dreistacheligen Stichling, die auf dem Rücken und an den Seiten unregelmäßig verwaschen olivgrün gefärbt sind.
Die junge Brut wird betreut
Das Stichlingsmännchen hat am Boden zwischen Wurzeln im Schlamm ein Loch gegraben und aus Pflanzenteilen ein Nest gebaut, das Eingang und Ausgang hat.
Der Vater wird zum Kannibalen
Schließlich sind die heranwachsenden Jungen nicht mehr im Nest zu halten. Das Männchen führt noch einige Zeit den Schwarm von Fressplatz zu Fressplatz, doch dann wird es für die Jungen Zeit, sich selbständig zu machen.
Zoologisches Stichwort
Stichlinge sind eine Familie (Gasterosteidae) kleiner, stachelbewehrter, gepanzerter Fische in der Ordnung der Stichlingsfische (Gasterosteiformes).

Wels

Wels
Katzenfisch
Die bärtigen Welse haben bewundernswerte Sinnesorgane. Außerdem schmecken sie gut.
Waller schnappen sich Enten
Es gibt unglaublich viele Arten von Welsen, an die zweitausend. Sie sind in vielen Flüssen unserer Welt zu Hause einige auch im Meer -, und alle haben sie Bartfäden. Manche werden nur handgroß, andere noch kleiner.
Riechen, Schmecken, Tasten, Hören
In den Barteln der Welse sitzt ein fein ausgebildeter Tastsinn. Noch weit besser als die Schnurrhaare der Katzen sind diese Bartfäden imstande, auf Erschütterungen im Wasser zu reagieren oder Gegenstände abzutasten.
Zoologisches Stichwort
Welse (Siluriformes) sind eine vielgestaltige Ordnung bodenlebender, dämmerungs- oder nachtaktiver Süßwasserfische; nur wenige der rund 2000 Arten sind Bewohner des freien Wassers oder kommen im Brack- oder Meerwasser vor.

Zitteraal

Zitteraal
Schlag auf Schlag
Die sogenannten Elektrofische haben eine erstaunliche Eigenschaft: Sie erzeugen elektrischen Strom. Die höchsten Spannungen bringt der in Südamerikas Flüssen lebende Zitteraal zustande 500 Volt oder noch mehr. Da müssen sogar Menschen vorsichtig sein.
Prinzip der Leidener Flasche
Humboldt hatte mit dem Instinkt des geborenen Forschers wie selbstverständlich die richtige Erklärung gefunden: Die elektrischen Organe des Zitteraals - überhaupt aller elektrischen Fische - arbeiten nach dem Prinzip der Leidener Flasche.
Hintereinander und parallel geschaltet
Humboldt und seine Kollegen, die sich über diesen Aufbau der elektrischen Organe klar waren, schätzten die Zahl der Einzelplättchen auf 6000 bis 8000. Heute weiß man, daß es beim Zitteraal viel mehr sind: Er hat mindestens 50 Säulen, und in jeder befinden
Fünf bis acht Stromstöße
Allerdings steht dem Zitteraal diese geballte elektrische Energie nur sehr kurze Zeit zur Verfügung. Die Zellen entladen sich in einem Sekundenbruchteil - die Messungen variieren zwischen 1,5 und drei Millisekunden.
Zoologisches Stichwort
In der Familie der Zitteraale (Electrophoridae) findet sich nur eine Gattung (Electrophorus), die wiederum nur eine Art umfaßt, den Zitteraal (Electrophorus electricus).