Raubtiere

Die Raubtiere (Carnivora) sind eine Ordnung in der Klasse der Säugetiere (Mammalia).

Die Bezeichnung "Carnivora" setzt sich aus den lateinischen Begriffen caro, carnis (Fleisch) und voro (verschlingen) zusammen. Carnivora sind somit vom Namen her Fleischfresser. Ein Großteil der Carnivoren sind jedoch omnivor, also Allesfresser. Sie nehmen auch Beeren, Gräser usw. zu sich. Eine Ausnahme ist der Pandabär, der rein pflanzliche Kost bevorzugt (Herbivor, Pflanzenfresser).

Mit etwa 270 Arten sind die Raubtiere eine der artenreicheren Ordnungen der Säugetiere, die vor allem aus sehr vielen spezialisierten Formen besteht. Außer in der Antarktis kommen sie auf allen Kontinenten vor, wobei der australische Dingo erst durch den Menschen auf dem früher raubtierfreien australischen Kontinent eingeführt wurde. Zwar gab und gibt es in Australien durchaus große Fleischfresser, es handelt sich allerdings um Reptilien und Beuteltiere.

Quelle: Wikipedia

Fuchs

Fuchs
Armer roter Schlauberger
Der Fuchs hätte es verdient, statt des ewigen Adlers auf einer Münze, auf einer Briefmarke zu erscheinen. Aber da ist leider die Sache mit der Tollwut.
Nicht immer ist er rot
Der Fuchs trägt, wie Hunde und Katzen, einen breiten, borstigen Schnurrbart. Keineswegs zur Zierde.
Mäuse sind ihr tägliches Brot
Füchse graben übrigens nicht sehr gern. Wo sie einen vom Dachs geschaffenen Bau finden, ziehen sie einfach ein und bewohnen meist die oberen Stockwerke solcher oft viele Jahrzehnte alten Erdburgen.
Vor der Hochzeit gibt es eine Rauferei
Die Liebe bricht bei Reinekes gegen Ausgang des Winters, Ende Januar und Februar, aus. Um diese Zeit sind die Tiere, so merkwürdig das klingt, am schwersten, also in bester körperlicher Kondition.
Tipps zur Welpenaufzucht
Heutzutage wird kaum ein Jäger einen Jungfuchs zum Aufziehen weitergeben - dazu ist die Tollwut viel zu ernst.
Der Fuchs und die Tollwut
Nach diesem freundlichen Intermezzo wird es nun jedoch ernst. Es läßt sich - auch unter Fuchsfreunden - nicht mehr hinausschieben, daß wir über die Tollwut sprechen.
Der Fuchs in der Fabel
Der Fuchs gehört zu den berühmtesten Symbolgestalten aller alten Kulturen vom Fernen Osten bis Südamerika. Dabei hat er in keinem Bereich einen so zweideutigen Ruf wie in Europa.
Reineke Fuchs
Den Germanen war der rothaarige Fuchs nicht nur heilig, sie sahen in ihm auch den weisen Ratgeber der Tiere - keineswegs den verschlagenen Lügner späterer Zeit.
Ein Berg- und Waldgeist
Im Lateinischen fällt die sprachliche Verwandtschaft von vulpes (Fuchs) und lupus (Wolf) auf. Sie spiegelt die Tatsache wider, daß beide dem Geschlecht der Hunde angehören.
Fuchsteufelswild
Zahlreich sind die Wörter, in denen der Fuchs als Vergleich herangezogen wird.
Zoologisches Stichwort
Füchse gehören zur Familie Hunde (Canidae) in der Ordnung Raubtiere (Carnivora). Am bekanntesten ist der Rotfuchs (Vulpes vulpes), der in Mitteleuropa in allen ihm zusagenden Biotopen vorkommt.

Dingo

Dingo
Kopfgeld für einen Freund
Australische Farmer hassen Dingos: Die wilden Hunde sollen Schafe im Blutrausch reißen! Das stimmt aber gar nicht. Die wilden Hunde jagen vor allem Kaninchen - die größten Schädlinge des Kontinents.
Vor allem Kanichnen
Der Verhaltensforscher Laurie Corbett hat zehn Jahre lang die Dingos studiert - ihre Lebensgewohnheiten, ihren Speisezettel. Bei Tausenden von erlegten Dingos untersuchte er den Mageninhalt.
Zoologisches Stichwort
Im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Meinung sind Dingos keine Wildhunde, sondern verwilderte Haushunde, die sehr an indonesische Haushunde erinnern. Sie wurden zweifellos vom Menschen nach Australien eingeführt und verwilderten dort.

Grizzly

Grizzly
Der große Graue
Unter allen Bären gilt der Grizzly als der gefährlichste. Sogar sein lateinischer Name bescheinigt ihm, daß er schrecklich sei. Doch viele Geschichten, wonach Grizzlybären Menschen angegriffen haben, sind bloß Märchen.
Die Bärin kann gefährlich sein
Der Bär hat frischgeschlagene Beute. Grizzlys sind überaus besitzgierig, was ihr Fressen betrifft, und greifen jeden an, der ihrer Beute zu nahe kommt.
Zoologisches Stichwort
Als Grizzly oder Grizzlybär bezeichnet man eine der größten Unterarten des Braunbären (Ursus arctos), die in Nordamerika zu Hause ist. Ihr wissenschaftlicher Name ist Ursus arctos horribilis.

Luchs

Luchs
Er kommt zurück
Bei der Familie der Luchse sind die Zoologen nicht ganz einig, ob man sie als Untergattung der weltweiten Katzenfamilie betrachten soll oder ob ihnen - ohne daß man die Katzenverwandtschaft leugnet - eine eigene Gattung zusteht.
Luchse in unseren Wäldern
Im Mittelalter war der Luchs in unseren Wäldern das gefürchtetste Raubtier. Er riß Rehe, Schafe, Kälber. In die Enge getrieben. griff er auch Menschen an.
Luchse von Amts wegen ausgesetzt
Jetzt sind sie also wieder da, die Luchse. Und nicht nur im Bayerischen Wald.
Das verderblichste Tier des Nordens
Immer schon gibt es um die Luchse Streit. Es sind Raubtiere, und sie sind gefährlich! rufen einige Jäger.
Satt von einem halben Rehschlegel
Weil es den Luchs bei uns seit über hundert Jahren nicht mehr gab, waren alle Beschreibungen mehr als lückenhaft.
Zoologisches Stichwort
Die Luchse (Lynx) sind hochbeinige Katzen mit gedrungenem Körper und kurzem Schwanz, mit Haarpinseln auf den Ohren und oft auch einem Backenbart.

Mops

Mops
Als Modehund ausgebellt
Einst galten sie als Ideal der Treue. Dann mästete man sie zu lächerlichen Karikaturen. Heute schätzt man ihren Sportsgeist.
Des Hundes hübsche Häßlichkeit
So war zum erstenmal ein Mops in unseren engeren Gesichtskreis geraten. Ich war sehr skeptisch: ein degenerierter, hypersensibler, wenn nicht gar hysterischer Hund.
Ahnenreihe zurück bis zu den Mongolen
Möpse sind keine Kläffer. Wenn Bella bellt, dann in einem tiefen, rollenden, melodischen Tonfall. Nacken- und Rückenhaar sträuben sich dabei gewaltig. Wenn sie bellt, meint sie es ernst. Im übrigen beherrscht sie das normale Hundevokabular.
England, Pommern, Schlesien
Auch in England war der Mops so rar geworden, daß die alte Queen Elisabeth vergeblich einen zu erwerben suchte. Doch dann besann man sich auf der britischen Insel wieder auf die ursprünglichen Tugenden der Rasse.
Neigung zur Gefräßigkeit
Worin sich alle, auch die Wohlwollendsten, einig sind: Möpse neigen zur Gefräßigkeit, verfetten leicht und sind dann träge. Wenn Bella deutliche Charakterschwächen hat, sind es Naschsucht und Vielfresserei. Ihre liebsten Geräusche sind Tellerklappern.

Pudel

Pudel
Ihn nennt keiner "Dummer Hund!"
Vor hundertfünfzig Jahren mußte Deutschlands größter Dichter einem Pudel nachgeben. Sehr gegen den Willen des Intendanten Goethe spielte der Köter Nero die Hauptrolle auf der Bühne des Hoftheaters zu Weimar: Als treuer Hund in einem Schauerdrama.
Gut angepasst
Hunde richten sich nach einer sozialen Rangordnung. In ihrem Herrn erkennen sie das Leittier; ihm passen sie sich an. Diese sozialen Instinkte sind beim Pudel überdurchschnittlich ausgeprägt.
Hundestall und Bühne
Der Leiter des Theaters, Herr von Goethe - der Überlieferung nach kein Hundefreund -, sah dem Tag entgegen, an dem sein Faust zum erstenmal an dieser Bühne aufgeführt werden sollte.
Zoologisches Stichwort
Der Pudel ist im Grunde nichts anderes als ein Deutscher Schäferhund mit Locken.

Schäferhund

Schäferhund
Wachtmeister
Adel? Intelligenz? Zuverlässigkeit? Schäferhunde werden meist falsch eingeschätzt. Und oft falsch behandelt. Sie sind um kein Hundehaar besser als jeder andere treue Freund.
Mut, List und Blutrausch
Freilich, der Deutschen liebster Hund besitzt auch Eigenschaften, die wir nicht gern auf den ersten Blick als typisch deutsch akzeptieren möchten.
Wächter und Spielgefährte
Dennoch: Jene Fälle, die gelegentlich durch die Gazetten gehen, daß ein Schäferhund einen Säugling oder ein Kleinkind angefallen hat, haben sicher andere Ursachen.
Ausbildung kann nützlich sein
Ich gebe gern zu, daß der Drill der Ausbildung gerade für den Schäferhund nützlich sein kann, weil sein starker Wille dadurch in die Bahnen von Kommando und Gehorchen gelenkt wird.
Eine scharfe Wunderwaffe
Wie konsequent ein Schäferhund "einrasten" kann, erlebte ich bei meinem ersten, den wir im Alter von einem Jahr nach einem nur dreitägigen Aufenthalt aus dem Tierheim erlösten.

Schwarzbär

Schwarzbär
Der Schwarze im Wald
Zuerst schützte man in Kanada die Schwarzbären vor den Menschen. Heute muss man auch die Menschen schützen. Vor den Bären und vor der eigenen Sorglosigkeit.
Sie suchen die Menschen
Der Schwarzbär ist in Kanada ein Allerweltsbär, kommt praktisch überall in den Waldregionen vor (und Kanada ist zu mehr als einem Drittel mit Wald bedeckt), also von Neufundland bis British Columbia.
Nichts zum Renommieren
Der Bär - grausam und blöd. Faszinierend! Der Bär hat die Phantasie des Menschen mehr angeregt und erregt als andere Wildtiere.
Schwarzbär - Kein echter Winterschlaf
Wenn die Temperaturen im Frühwinter deutlich unter null Grad fallen, wenn's schneit und weht, schlägt sich der Schwarzbär zur Winterruhe ein.
Manchmal greifen sie an ohne ersichtlichen Grund
Der Schwarzbär passte sich an. Er räubert jetzt die Hütten der Sportangler am See aus. Er holt sich nachts auf dem Campground, was ihm in die Nase sticht.
Bärengeschichten am Feuer
Bären sind die Wunschtiere der Kanada-Fahrer. Kein anderes Tier darf mit mehr Aufmerksamkeit rechnen. Bären sind die Lieblinge - und die Bestien in den Angstträumen der Touristen.
Zoologisches Stichwort
Der nordamerikanische Schwarzbär, auch Baribal genannt (Ursus americanus), gehört zur Familie der Großbären (Ursidae) in der Ordnung Raubtiere (Carnivora).

See-Elefant

See-Elefant
Meister im Schwergewicht
Es gibt zwei Arten von See-Elefanten: Nördliche und Südliche. Von beiden ist hier die Rede. Der südliche Vetter ist noch in recht stattlicher Anzahl vertreten.
Mexiko rettete die See-Elefanten
Um das Jahr 1870 waren von den riesigen Herden mit vielen tausend See-Elefanten, die einst entlang der nordamerikanischen Küste in Kolonien wohnten, nur noch ein paar hundert übriggeblieben. Es lohnte sich nicht mehr, Jagd auf sie zu machen.
Revierkämpfe
Der See-Elefant hat nur wenige natürliche Feinde - praktisch keine außer dem Schwertwal (Orcinus orca) und dem Menschen. Nur ab und zu findet man junge Robben mit Bißwunden von Haifischen.
Naturschutzgebiet im Süden
Punta Norte liegt an der Nordspitze der Halbinsel Valdes - in der Provinz Chubut, in Südargentinien. Hier ist der bedeutendste kontinentale Lagerplatz des Südlichen See-Elefanten. Zu bestimmten Zeiten versammeln sich bis zu 13 000 Tiere am Strand.
Die Zähne sind beliebte Souvenirs
Interessant ist es auch, zu beobachten, wie See-Elefanten-Bullen neue Weibchen in ihren Harem schaffen. Da kommt solch ein Weibchen - schon trächtig - am Lagerplatz an und liegt zunächst faul herum.
Zoologisches Stichwort
Als See-Elefanten bezeichnet man zwei große Arten von Rüsselrobben: den Südlichen See-Elefanten (Mirounga leonina) und den vom Aussterben bedrohten Nördlichen See-Elefanten (Mirounga angustirostris).

Seehund

Seehund
Stress im Watt
Der Seehund lebt in der komplizierten, verfilzten Verwandtschaft einer Robbenfamilie aus 13 Gattungen mit 18 Arten weltweit.
Sie hätscheln und sie verdammen ihn
Zwischen Borkurn und Sylt kennt keiner den Seehund besser - sein Verhalten, seine Vorlieben, seine sicheren Plätze - als der Fischer.
In flachem Wasser geht er aufrecht
Es gibt nur eine einzige Gelegenheit. da kann der Seehund aufrecht auf den Hinterfüßen gehen, wie ein Zweibeiner: in flachem Wasser, das gerade so tief wie das Tier lang im
Heuler im Watt
Ein Seehundbaby. Geburtsort: die Sandbank. Zeit: Mitte bis Ende Juni, bei Niedrigwasser. Gewicht: etwa 15 Kilo. Größe: 82 Zentimeter.
Zoologisches Stichwort
Der Seehund (Phoca vitulina) gehört zur Familie Robben (Phocidae) in der Ordnung Raubtiere (Carnivora).

Wildkatze

Wildkatze
Echt nur mit der roten Nase
Man braucht die Wildkatze nicht zu fürchten: Menschen gegenüber sind sie scheu. Dennoch stimmt der Name: Ihre Wildheit ist sprichwörtlich.
Die mit schwarzer Nase stammen aus unkorrekten Ehen
Niemals darf eine europäische Wild- oder Waldkatze einen schwarzen Nasenspiegel haben wie unsere Hausmiezen.
Mama traut Papa nicht über den Weg
Alle Katzen mögen es warm. Irgendwo in der Sonne zu liegen und scheinbar zu dösen ist ihnen ein Hochgenuss.
Wildkatzen in der Wildbahn sind kaum zu beobachten
Kaum jemand kann eine echte Wildkatze bei ihren Verhaltensäußerungen in freier Wildbahn beobachten.
Angriffslustiger als Löwen
Aus dem Geäst des Baumes über uns löst sich plötzlich ein Wildkater, springt unhörbar auf den Boden und schnürt durchs hohe Gras heran.
Zoologisches Stichwort
Eine Unterart der Wildkatze (Felis silvestris) ist die Stammutter unserer Hauskatze: die Nubische Falbkatze (Felis silvestris libyca).

Wolf

Wolf
Der Rudelchef trägt den Schwanz hoch
Der Wolf ist jenes Raubtier, das beim Menschen die meisten Emotionen hervorruft. Seit der Grimmsche Märchenwolf die Großmutter samt dem Rotkäppchen fraß.
Tötungshemmung verhindert Zubeißen
Ein wilder Wolf ist ein Ausbund an Kraft und Ausdauer, sein Gebiß ist enorm scharf. Nach Müller-Using entwickelt es einen Druck von über fünfzehn Kilogramm auf den Quadratzentimeter.
Wölfe in Deutschland
Noch im 18. Jahrhundert lebten Wölfe in fast allen Waldgebieten Deutschlands, noch im 19. Jahrhundert sind Tausende von ihnen erlegt worden. 1817 wurden allein in Preußen 1080 Wölfe geschossen.
Katastrophe im Januar
Am 28. Januar 1976, gegen 15 Uhr, ereignete sich dann am Wolfsgehege im Nationalpark jener unglückliche Fall, der wochenlang die Presse, die Jägerschaft und eine Abordnung des Bundesgrenzschutzes beschäftigt hat.
Gehegetiere eignen sich nicht
Von dieser sehr unfreiwilligen "Aussetzung" von Gehegewölfen muß man einige Erfahrung für die Zukunft ableiten, wenn es um die Wiedereinbürgerung solcher Raubtiere gehen soll.
Bären waren eine Gefahr für Touristen
Auch beim Braunbären hat man schon Versuche zur Wiedereinbürgerung oder zur Stützung kleiner Vorkommen unternommen.
Der Waschbär mag Vogelnester
Über das Kleinraubtier Waschbär läßt sich nur sagen, daß es zwar weder den Menschen noch dessen Haustiere gefährdet, aber ein Negativfaktor für die Vogelwelt und Kleinsäugerfauna der heimischen Wälder ist.
Wo kamen die Schakale her?
Frettchen sind in England, in Australien und auf italienischen Inseln zur Bekämpfung der Kaninchenplage eingesetzt worden, haben sich aber auch so vermehrt, daß sie eine Gefahr für die Vogelwelt wurden und nun ebenfalls bekämpft werden.
Zoologisches Stichwort
Der Wolf (Canis lupus) ist die Stammform des Haushundes. Er gehört zur Familie Hunde (Canidae) in der Ordnung Raubtiere (Carnivora). Er ähnelt sehr einem großen Schäferhund.