Insekten
Die Insekten (Insecta), auch Kerbtiere oder Kerfe genannt, sind die artenreichste Klasse der Gliederfüßer (Arthropoda) und zugleich die artenreichste Gruppe der Tiere überhaupt.
Ihr wissenschaftlicher Name leitet sich vom Lateinischen insectare, „einschneiden“, ab, was sich auf die stark voneinander abgesetzten Körperteile bezieht, der deutsche Begriff Kerbtiere geht auf den deutschen Schriftsteller Philipp von Zesen zurück.
Früher wurde auch der wissenschaftliche Name Hexapoda (griechisch Sechsfüßer) verwendet, der heute für eine übergeordnete Gruppe reserviert ist.
Die Wissenschaft von den Insekten ist die Entomologie.
Quelle: Wikipedia
Ameise
- Insektenfresser
- Die Insektenfresser (Insectivora) sind eine Ordnung in der Klasse der Säugetiere. Insectivoren gehören phylogenetisch zu den ursprünglicheren plazentalen Säugetieren. Fossil sind sie bereits im Eozän nachzuweisen.
- Wundertier der Antike
- Die Literatur von fast drei Jahrtausenden ist voll vom Fleiß, der Umsicht und dem sozialen Sinn der Ameisen. Mark Twain allerdings fand ihren ruhelosen Eifer bloß hohlköpfig.
- König Midas
- Diese Ameisen treiben überaus fleißig Vorratswirtschaft und sammeln Getreidekörner, die sie sogar am Keimen hindern, indem sie die Keimblätter anknabbern.
- Dynastie der Myrmidonen
- Kehren wir zur Antike zurück, in der es als selbstverständlich galt, daß Menschen in Tiere verwandelt wurden. Aber selten waren es mehrere auf einmal - und nie in umgekehrter Richtung. Die Ameise ist die Ausnahme.
- Pygmäen, Imsen, Däumerlinge
- Alles, was über die Bedeutung der Ameise in Deutschland zu berichten wäre, ist nur ein Anhang zu dem bereits Gesagten. Aesop klingt an, wenn Luther mit markigen Worten übersetzt...
- Zoologisches Stichwort
- Die Ameisen stellen eine Überfamilie (Formicoidea) der Insekten dar mit nur einer Familie (Formicidae), die zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) gehört.
Ameisenlöwe
- Die Jungfrau, die ein Löwe war
- Hört man von Löwe und Jungfrau im gleichen Atemzug, so denkt man an Sternbilder. Denn außerhalb der Astronomie sind beide doch recht verschieden. Aber es gibt ein Insekt, das beide Namen trägt: Ameisenlöwe und Ameisenjungfer.
- Der Räuber im Löffel
- Will man den kleinen Löwen einmal zu Gesicht bekommen, dann nimmt man am besten einen großen Löffel und hebt damit den Sand am Grunde des Trichters aus.
- Die Jungfer mit den Flügeln
- Einem Laien ist zu verzeihen, wenn er eine Ameisenjungfer mit einer Libelle verwechselt. Beide Insekten haben vier große, häutige Flügel mit einem dichten Netzwerk von Adern. Doch wie unterschiedlich ist ihr Flug!
- Zoologisches Stichwort
- Die Familie der Ameisenjungfern (Myrmeleonidae) gehört - wie die Florfliegen - zu den Echten Netzflüglern oder Haften (Planipennia). Die Hauptmenge der Arten - es sind bisher etwa 1200 bekannt - lebt in den Subtropen und Tropen.
Blattlaus
- Lausebengel
- Hier zeigen wir Ihnen sensationelle Bilder aus dem Blattlausleben.
- Kinderstube
- Ameisen gehören zu ihren Freunden: Sie fressen gern die süße Flüssigkeit, die von den Läusen ausgeschieden wird. Andere Insekten reagieren weniger freundlich. Marienkäfer verzehren die Blattläuse in Massen.
- Freunde und Feinde
- Ameisen gehören zu ihren Freunden: Sie fressen gern die süße Flüssigkeit, die von den Läusen ausgeschieden wird. Andere Insekten reagieren weniger freundlich. Marienkäfer verzehren die Blattläuse in Massen.
- Zoologisches Stichwort
- Die Blattläuse (Aphidina) sind eine Unterordnung der Insekten, die zusammen mit den Zikaden (Cicadina), Blattflöhen oder Springläusen (Psyllina), Mottenläusen oder Weißen Fliegen (Aleyrodina) und Schildläusen (Coccina) zur Ordnung der Pflanzensauger
Florfliege
- Schleiertänzerin
- Eigentlich sind Florfliegen gar keine Fliegen. Sie haben zarte Netzflügel, goldene Augen und Appetit auf Blattläuse.
- Das Weibchen legt mehrere hundert Eier
- Aber woher kam der ganze Florfliegen-Schwarm am Dachfenster? Die Tierchen waren im Herbst in die offenen Fenster eingeflogen und hatten sich in den Winkeln der Dachsparren versteckt.
- Löwen, die Blattläuse fressen
- Man hat nicht lange Zeit, das Leben der Florfliegenlarven zu beobachten.
- Zoologisches Stichwort
- Florfliegen sind eine Familie der Echten Netzflügler oder Hafte (Ordnung Planipennia), zu denen unter anderem auch Ameisenjungfern und Schmetterlingshafte gehören.
Gottesanbeterin
- Zum Fressen gern
- Diese Insekten sind gierige Raubtiere. Ohne Hemmungen verspeisen sie Partner und Geschwister. Hier wird über einen solchen Fall berichtet.
- Eier wie Spargelstangen
- Auf einer Exkursion im Mai fanden wir das Gelege einer Mantis. Unter einem alten Brett war das Eipaket angesponnen. Die länglichen Eier stehen wie Spargelstangen in der Dose nebeneinander, hundert Stück und noch mehr.
- Die Hochzeit bezahlt der Partner
- Wir brauchten keine fünf Minuten zu suchen, da entdeckten wir in der trockenen Staude einer wilden Möhre die erste Gottesanbeterin. Es war ein Weibchen. Sie sind ein wenig größer als die Männchen und haben einen breiten Hinterleib.
- Vom Gemahl blieb nichts übrig
- Es sah entsetzlich aus: Ein in Liebe vereintes Paar (was die Hinterleiber und die Umarmung durch das Weibchen anbelangte) und das Männchen ohne Kopf, nach einer weiteren Stunde ohne den langen Brustabschnitt.
- Zoologisches Stichwort
- Die Gottesanbeterin, Mantis religiosa, gehört zur Insektenordnung der Fangschrecken (Mantodea), die eng mit den Schaben verwandt sind. Charakteristisch für die Tiere dieser Ordnung sind die Fangbeine - so das zum Beutefang umgebildete erste Beinpaar.
Heuschrecke
- So fährt sie aus der Haut
- Der Häutungsprozeß bei einer Insektenlarve ist ein äußerst komplizierter Prozeß. Hier wird er Ihnen - am Beispiel einer Laubheuschrecke - Schritt für Schritt im Bild vorgeführt.
- Die Haut gleicht einem Schlafsack
- Unter großer Anstrengung hat die Heuschrecke ihre Larvenhaut zum Platzen gebracht. Dazu hat sie sich zuerst gewaltig mit Luft aufgepumpt und dann Blutflüssigkeit vom Hinterleib in den Brustabschnitt gepreßt.
- Ihr Panzer heißt Kutikula
- Hier kommt eben der Legestachel ans Licht: Ein Organ, das nur die Weibchen haben und das der Eiablage dient. Auf dem Bild rechts ist die Häutung beendet. Die Laubheuschrecke beginnt, ihre Hügel zu entfalten.
- Sie verspeist ihre Haut
- Nun geschieht etwas Erstaunliches: Die Laubheuschrecke verspeist ihre alte Haut, wie die Bilder auf dieser Seite zeigen. Das Chitin, aus dem diese Haut vorwiegend besteht, ist nämlich in erster Linie aus Zucker- und Eiweißbausteinen zusammengesetzt.
Lilienhähnchen
- Ein Hahn mit sechs Beinen
- Für Geflügelbratereien ist das kein Geschäft. Das sechsbeinige Hähnchen ist nur ein paar Millimeter groß. Außerdem handelt es sich um einen Käfer.
- Der krähende Käfer auf der weißen Lilie
- Man muss es ihm lassen: Es ist ein schmuckes Kerlchen, das Lilienhähnchen Crioceris lilii. Im April oder Mai erscheint dieser sechs bis acht Millimeter große Käfer auf den Liliengewächsen.
- Ein Häufchen Dreck, das lebt und frisst
- Lilienhähnchen naschen von den Blättern oder Blüten der Pflanze, auf der sie leben. Man sieht es an den ausgefressenen Löchern.
- Maiglöckchen-Vetter mit roten Beinen
- Wer im Wald einen Maiglöckchenstrauß pflückt, wird gelegentlich bemerken, dass einige Blütenglöckchen angefressen sind. Er wird sie stehenlassen; sie sind nicht schön anzusehen.
- Feinschmecker fressen nur Spargel
- In der Sippe der Hähnchen gibt es zwei Gourmets. Sie ernähren sich als Käfer und als Larven nur von Spargel. Die im Boden treibenden weißen Stangen, die wir als feinstes Gemüse schätzen, verschmähen sie allerdings.
- Zoologisches Stichwort
- Die Blatthähnchen (Criocerinae) bilden eine Unterfamilie der Blattkäfer (Chrysomelidae). Hähnchen heißen sie, weil die Käfer bei Beunruhigung zirpende Laute hervorbringen.
Nashornkäfer
- Einhorn
- Er war schon am Aussterben, der Nashornkäfer. Aber er hat sich neue Brutstätten gesucht. Und so überlebte er.
- Der Käfer stellte sich um
- In Mitteleuropa genügt das morsche Holz nicht, denn es schützt die Engerlinge nicht vor den tiefen Wintertemperaturen. Dennoch war der Nashornkäfer bei uns heimisch.
- Bewaffnet wie im Bauernkrieg
- Ein paar Tage vor Ostern ging ich dann die Engerlinge besuchen. Meine Schwägerin, mein Schwager, meine Frau und ich fuhren zum Nashornkäfer-Bauernhof.
- Zoologisches Stichwort
- Der Nashornkäfer, Oryctes nasicornis L., ist in Europa, Marokko, Kleinasien, Persien, Turkestan bis nach Kaschmir verbreitet.
Schmetterlingsraupe
- Die Raupen mit dem bösen Blick
- Was tut ein Räupchen, um sich gegen das Gefressenwerden zu wehren? Es tarnt sich, treibt Maskerade und spritzt Gift. Manchmal hilft´s.
- Flucht im Sturzflug
- Weit verbreitet ist die schnelle Flucht. Und zwar nicht zu Fuß, sondern durch einen Sprung in die Tiefe.
- Bildergalerie
- Die einfach gefärbte Raupe des Mittleren Weinschwämers (Deilephila elpenor) kann ihre Brustsegmente blitzschnell verdicken.
- Zoologisches Stichwort
- Im Entwicklungszyklus der Schmetterlinge treten vier ganz verschiedene Stadien auf: Ei - Raupe - Puppe - Schmetterling.
Totengräber
- Unternehmer in Sachen Bestattung
- Wenn sie Leichen vergraben, tun sie es nicht aus Pietät, sondern für den Nachwuchs. Daß sie damit eine Aufgabe der Gesundheitspolizei übernehmen, ist ihnen nicht wichtig.
- Beisetzung ohne Schaufel
- Es gibt bei uns mehrere Arten von Totengräbern der Gattung Necrophorus. Die einen sind ganz schwarz, die anderen tragen auf den schwarzen Flügeldecken orangefarbene Binden. Liegt in Garten, Feld oder Wald die Leiche eines Wirbeltieres.
- Tote Mäuse
- Dazu soll noch einmal Roesel von Rosenhof zitiert werden, der in seinem Garten tote Mäuse ausgelegt hatte, um Totengräber anzulocken: Jedoch es verflossen wohl vier Täge, ehe sich einer sehen lies.
- Die vorbildliche Käfermutter
- Totengräber versenken ihr Aas mitunter bis zu einem halben Meter tief in den Boden. Dort unten, in der Krypta, findet dann die Paarung statt. Damit hat das Männchen seine Aufgabe für die Nachkommenschaft erfüllt.
- Zoologisches Stichwort
- Totengräber sind Käfer der Gattung Necrophorus in der Familie Silphidac (Aaskäfer). In Mitteleuropa gibt es 10 Arten. Bei einigen von ihnen sind die Flügeldecken ganz schwarz.
Wespe
- Die Amazonen mit der Wespentaille
- Mit menschlichen Augen gesehen, sind Wespen keine nützlichen Tiere. Sie sammeln keinen Honig, tragen nichts Wesentliches zur Bestäubung der Blüten bei und sind lästig, wenn man Marmeladebrot ißt.
- Aus Holz und Speichel
- Die Wände ihres Nestes bestehen aus Wespenpapier; die kleinen Tiere stellen es aus zerkautem Holz und Speichel her. Diese Wände sind etwa fingerdick, aber alles andere als kompakt. Sie bestehen aus mehreren Lagen Papier, die Lufträume einschließen.
- Wespen sind Jäger
- Auch Bienen können stechen, gewiß. Doch gelten sie bei uns als liebe, verträgliche und nützliche Tiere. Nützlich für den Menschen, versteht sich, denn sie sammeln Honig.
- Ein sozialer Magen
- Ein Teil der Wespen ist stets im Innendienst beschäftigt: Larven werden gefüttert, Abfälle fortgetragen, man baut alles in völliger Dunkelheit. Die Arbeiterinnen wie auch die Königin werden von den Wespen des Außendienstes versorgt.
- Zusammenbruch im Herbst
- Im Herbst stellen die Baumeister des Nestes Waben mit besonders großen Zellen her. Die Königin, die nun schon beim Umherkriechen im Labyrinth der Waben alle Haare abgescheuert hat und wie poliert aussieht, legt auch in diese Zellen Eier.
- Zoologisches Stichwort
- Die Familie der Faltenwespen (Vespidae) gehört zur Insektenordnung der Hautflügler (Hymenoptera), zu denen unter anderem auch Ameisen und Bienen zählen.
So sehen Insekten
- Optisches Wunderwerk
- Die zwei Augen des Menschen - optisches Wunderwerk, Spiegel der Seele. Aber eben nur zwei. Eine Stubenfliege hat 4000 Augen, eine Libelle 25 000. Sehen sie damit mehr oder besser als wir? Das ist hier die Frage.
- Welches Auge ist besser?
- Ist solch ein Komplex- oder Facettenauge als optischer Apparat so zweckmäßig wie das menschliche Auge? Sieht es etwa besser?
- Menschen sind im Vorteil
- Die Schärfe und der Detailreichtum eines Bildes hängen bei jedem Sehsystem von der Zahl der Sehzellen ab, die gleichzeitig in Aktion treten können.











