Schwebewesen

Die Mikrowelt des Wassers ist vielfältig und voller Wunder. Das Erstaunlichste ist, wie die winzigen Lebewesen angepaßt sind, um zu überleben.

Rädertier Polyarthra remata
Das Rädertier Polyarthra remata

Das Wort "Plankton" hat einen eigenartigen Klang. Es stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie "Das Umhergetriebene". Das Wort hat auch eine ungewöhnliche Bedeutung: Es ist ein Oberbegriff für eine Gruppe von Tier- und Pflanzenarten. Dieser Oberbegriff umfaßt nicht - wie die Begriffe "Schmetterling" und "Nagetier" - eine Verwandtschaft, sondern er richtet sich nach einer Besonderheit in der Lebensweise. Unter dem Begriff "Plankton" faßt man Tiere und Pflanzen zusammen, die, von Strömungen verfrachtet, ohne wesentliche Eigenbewegung im Wasser treiben.

Auch der Luftraum hat sein Plankton. Hierher gehören winzige Insekten wie Blattläuse, die zwar die Flügel rühren und sich in der Luft halten, deren Wege aber vom Wind bestimmt werden. Auch segelnde Pflanzensamen sind Luftplankton ebenso die Jungspinnchen, die an einem Fadenfloß vom Aufwind hochgetragen über Berge, Seen und Kirchturm, dahinsegeln. Die Reise geht nicht weit, dann siegt die Erdenschwere über die Auftriebkräfte und zieht die Segler wieder, zu Boden: Luftplankton besteht nicht lange.

Wasser aber ist viel tragfähiger. Hier können die Plankton-Organismen lange, oft lebenslang, in der Schwebe leben.

Becheralge Dinobryon
Pflanzliches Plankton - die Becheralge Dinobryon