Affen, die wie Katzen heißen

"Meerkatzen" haben mit dem Meer nichts zu tun. Mit Katzen auch nichts. Es sind Afrikas häufigste Affen.

Blaumaul-Meerkatze
Blaumaul-Meerkatze
Meerkatze

Warum dann der Namen? Weil Inder ihre Rhesusaffen "Markata" riefen. Wonach deutsche Seeleute schon vor einigen Jahren alle von ihnen übers Meer gebrachten kleinen Affen "Meerkatzen" nannten.

So ist das mit dem Namen.

Wir standen mit unserem Auto auf dem Campingplatz im Amboseli-Park am Kilimandscharo. Dort gibt es eine Gruppe von Meerkatzen, die sich an Touristen gewöhnt haben.

Wenn man in Afrika einen kleinen Affen sieht, ist es meist eine Meerkatze. Sie sind in zahlreichen Arten und Unterarten über den ganzen Kontinent verbreitet. Diese im Amboseli-Park gehörten zur weitverbreiteten Art der Grünen Meerkatze. Und sie benützten jede Gelegenheit, irgend etwas aus einem Auto oder einem Zelt zu stehlen. Als wir beim Frühstück saßen, hatte uns der Leitaffe aus der Vorratskiste eine Honigmelone stibitzt. Er hockte nun 20 Meter von uns entfernt auf einer großen Wurzel und fraß.

Zwei halbwüchsige Tiere aus seiner Herde wollten mithalten. Doch der Alte ließ sie nicht heran. Drohend zeigte er die Zähne, wenn die jungen zu nahe kamen.

Da trennten sich die beiden Jungen. Einer suchte harmlos im Gras herum, während der andere von der entgegengesetzten Seite auf den Alten zuhüpfte. Er stellte sich auf die Hinterbeine, fletschte die Zähne, sprang vor und zurück. Schließlich brachte er den Alten so in Wut, daß dieser ihn mit großem Gekeife vertrieb und bis in die äußersten Zweige einer großen Fieberakazie jagte.