Krähen- und Zwergscharbe

Kormoran

Neben dem Kormoran gibt es in Europa noch zwei weitere Arten aus dieser Familie: die Krähenscharbe (Phalacrocorax aristotelis) und die Zwergscharbe (Phalacrocorax pygmaeus). Die eine lebt an felsigen Küsten unseres Kontinents, die andere im Südosten und in Vorderasien, wo sie vor allem an Binnengewässern vorkommt.

Krähenscharbe
Krähenscharbe

Es ist ungeheuer interessant, große Korrnorankolonien zu beobachten und das Verhalten der Tiere zu studieren. Man sieht das gegenseitige Begrüßen, wenn ein Partner nach längerer Abwesenheit wieder am Nest landet; dabei werden mit den Hälsen umständliche Verrenkungen ausgeführt. Auch kann man häufig beobachten, wie ein Vogel seinem Nachbarn Nistmaterial stiehlt, was vor allem bei den am Boden brütenden Arten häufig vorkommt. Ich sah dies oft bei Königskormoranen (Phalacrocorax albiventer) und Felsenkormoranen (Phalacrocorax magellanicus) in Patagonien, wo diese Vögel manchmal Kolonien bilden, die mehrere Tausend Exemplare umfassen. 

An einer Stelle in der Provinz Chubut kommt neben diesen beiden Arten in wenigen Paaren noch eine dritte, der Guanokormoran (Phalacrocorax bougainvillei), vor. Diese relativ große Kormoranart ist sonst auf die Pazifikküste Südamerikas und deren Inselwelt beschränkt. Auf Inseln vor der Küste Perus bildet sie riesige Kolonien. Dort baut man den von ihr produzierten Guano ihren Kot - für Düngezwecke ab.

Kormoran